12 neue Stolpersteine gegen das Vergessen in Neukölln verlegt

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Heute wurden 12 weitere Stolpersteine gegen das Vergessen in Neukölln verlegt. Sie erinnern an die Opfer des Nazi-Regimes. Ich nahm an der Verlegung von drei Steinen in meinem Wahlkreis teil. Letztes Jahr habe ich einen Stein gestiftet. Dieses Jahr freue ich mich, dass sich drei Britzer Schulen entschlossen haben, auch einen Stolperstein zu stiften und damit an die Nazi-Verbrechen zu erinnern.

Der erste Stolperstein wurde von der Klasse 9c der Alfred-Nobel-Schule gestiftet, in der Onkel-Bräsig-Straße 46 verlegt und erinnert an Stanislaw Kubicki, der 1941 als Widerstandskämpfer hingerichtet wurde. Den zweiten Stein stiftete der 8. Jahrgang der Fritz-Karsen-Schule. Er ist dem kommunistischen Widerstandskämpfer Hans-Georg Vötter gewidmet, der mit seiner Familie in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule lebte. In Erinnerung an ihn wurde der Stein in der Onkel-Bräsig-Straße 111 gelegt. Den dritten Stolperstein hat die Klasse 8c des Albert-Einstein-Gymnasiums gestiftet. Sie beschäftigte sich im Rahmen eines Theaterprojekts mit dem Gewerkschaftsfunktionär Heinrich Uetzfeld, der 1940 nach langem Widerstand in Dachau interniert wurde und dort ums Leben kam. An ihn erinnert seit heute ein Stolperstein in der Parchimer Allee 7.

Ich freue mich, dass sich junge Leute mit den Schicksalen der Widerstandskämpfer und Gegner der Hitler-Diktatur beschäftigt haben. Gerade vor dem Hintergrund immer wieder – auch in Berlin – auftretender rechtsextremer Übergriffe ist Aufklärung über rechtes Gedankengut wichtig. Die Stolpersteine gegen das Vergessen leisten ihren Beitrag, sich der schrecklichen Gräueltaten bewusst zu werden und ihrer Opfer zu gedenken.