Al-Nur-Moschee: Verbieten, nicht verbieten, verbieten, nicht verbieten…

Innensenator Henkel, bis letzten Donnerstag im Amt, hat 1,5 Jahre lang geprüft, ob der Trägerverein der Al-Nur-Moschee verboten wird oder nicht. Ohne Ergebnis. Das ist eine Schande. Der neue Innensenator muss schnell handeln und ein deutliches Signal senden, dass in unserem Land kein Hass gepredigt und unsere Verfassung nicht mit Füßen getreten werden darf.

Worum geht es? Der Trägerverein der Neuköllner Al-Nur Moschee hat in der Vergangenheit mehrfach Gast-Imame eingeladen, die mit radikalen antisemitischen, frauenfeindlichen und homophoben Hass-Predigten in Erscheinung getreten sind. Die Moschee wird vom Berliner Verfassungsschutz beobachtet und gilt als Zentrum für radikale Salafisten in Berlin. So fiel in der Al-Nur-Moschee unter anderem der islamische Prediger Bilal Philips im Juli 2009 mit einem homophoben Vortrag ebenso auf, wie der dänische Imam Abu Bilal Ismail, der im Sommer 2014 offen zum Mord an Juden aufrief. Ende Januar 2015 hat der aus Ägypten stammende Imam Scheich Abdel Moez al-Eila eine frauenverachtende Hetzpredigt gehalten und einen Freischein zur Vergewaltigung und Unterdrückung von Frauen ausgestellt.

Berliner Morgenpost – Umstrittene Al­Nur­Moschee noch immer geöffnet 12.12.2016