Alle Jahre wieder: Winterchaos bei der S-Bahn

Alle Jahre wieder grüßt das Winterchaos. Der erste Schnee fällt – und die S-Bahn kommt nicht. Züge fahren unregelmäßig oder fallen ganz aus. Fahrgäste kämpfen mit vereisten Türen und müssen im Berufsverkehr auf zugigen Bahnsteigen ausharren, weil das Personal nur unzureichend informiert. Fährt dann einmal ein Zug, so ist er oft überfüllt.

Entgegen der Versicherungen ihres Geschäftsführers Peter Buchner, die S-Bahn sei gut gerüstet für den Winter, entpuppt sich Berlins wichtigstes Nahverkehrsmittel erneut als Schönwetterbahn.

Die Bilder kennen wir aus dem vergangenen Winter, der die S-Bahn Berlin vor bisher nicht gekannte technische Probleme stellte. Seit Wochen lässt die Unternehmensführung verlauten, man halte lieber eine Wagenreserve zurück, anstatt vom Not- zum Normalfahrplan zurückzukehren, um den Kundinnen und Kunden einen verlässlichen S-Bahn-Verkehr anbieten zu können.

Die S-Bahn muss ihre Probleme endlich in den Griff bekommen. Die Berlinerinnen und Berliner sind auf ihre Verlässlichkeit angewiesen. Dazu gehören die Einhaltung der Fahrzeiten, geheizte Wagen, enteiste Türen und ausreichend Personal auf den Bahnsteigen und in den Werkstätten. Die Unternehmensführung läuft Gefahr, nicht nur das Vertrauen ihrer Fahrgäste restlos zu verspielen, sondern auch die Verlängerung ihrer Betriebserlaubnis, die nur bis Ende diesen Jahres gilt.