Angekündigte Entschädigung der S-Bahn ist ein schlechter Scherz

Die von der S-Bahn angekündigte Entschädigung ist unzureichend. Ein Monat gratis ist bei diesen Zugausfällen und bei dieser Unzuverlässigkeit der S-Bahn mit Sicherheit zu wenig. Auch die Regelung für S-Bahn-Kunden ohne Jahreskarte ist frech.

Das Mindeste wäre es, wenn die S-Bahn die Fahrgäste in der gleichen Höhe entschädigen würde wie im Vorjahr – also mit zwei Monaten Gratisfahrt für die Inhaber von Jahreskarten und Freifahrten am Wochenende für alle Kunden.

Eine Entschädigung in dieser Größenordnung hat der S-Bahn-Chef Peter Buchner auch bereits vor zwei Wochen angekündigt. Dieser Rückzieher ist unerklärlich und wirft wieder Fragen nach der Rolle des Mutterkonzerns auf.

Jenseits einer angemessenen Entschädigung für die Fahrgäste sind auch Regelungen für die Gewerbetreibenden auf den S-Bahnhöfen erforderlich. Viele Betreiberinnen und Betreiber von Geschäften auf den Bahnhöfen haben durch das S-Bahn-Chaos Einnahmeausfälle. Oft haben diese nur kleine Läden, sie sind auf jede Einnahme angewiesen. Hier ist eine Entschädigung oder Reduzierung der Pacht fällig.