Artikel im Britzer Heimatboten

Nachträglich zu meinem Besuch beim Britzer Bürgerverein am 18. Mai wurde in der aktuellen Ausgabe des Britzer Heimatboten ein Bericht über meine gemeinsame Vorstellung mit meiner Kandidatenkollegin Anja Hertel veröffentlicht.

Auszug aus dem Protokoll der Versammlung vom 18. Mai:

Der Vorsitzende begrüßte die Anwesenden und bat die Mitglieder sich von den Plätzen zu erheben und überbrachte die traurige Nachricht, dass unser langjähriges Mitglied Rosemarie Knopf am 11. Mai verstorben ist. Nach Gedenkworten bedankte er sich mit den Worten: Sie haben sich zu Ehren unserer Verstorbenen von den Plätzen erhoben, ich danke Ihnen.
Jetzt begrüßt der Vorsitzende unsere heutigen Gesprächspartner, die Abgeordnete Frau Anja Hertel und Herrn Joschka Langenbrinck. Beide bewerben sich für die SPD um einen Sitz im Berliner Abgeordnetenhaus.
Er überreicht das Mikrofon an die Abgeordnete Frau Anja Hertel. Frau Hertel stellt sich kurz als Kandidatin für den Wahlkreis 4 (Buckow) vor.
Sie hält es für sehr sinnvoll, dass die Wahlkreiskandidaten die verschiedensten Insitutionen besuchen, um sich zu präsentieren. Sie äußert sich zu ihrer bisherigen Tätigkeit als Abgeordnete. Sie ist u.a. im Ausschuss für Inneres, Sicherheit und Ordnung und als stellvertretende Fraktionsvorsitzende tätig. Nach einigen weiteren Ausführungen bedankt Sie sich für die Aufmerksamkeit und übergibt das Mikrofon an Herrn Joschka Langenbrinck, der für den Wahlkreis 3 (Britz) kandidiert.
(Anmerkung: man sieht, der Bürgerverein sitzt zwar nicht zwischen zwei Stühlen, aber am Schnittpunkt zweier Wahlkreise. Da braucht er doch keine Sorge zu haben, dass er straucheln könnte, wie manche hoffen.)
Joschka Langenbrinck stellt sich vor. Er ist 26 Jahre alt. Er wurde in Nordrhein-Westfalen geboren. Nukölln und Britz gefallen ihm.
Er studiert Politikwissenschaften an der Universität Potsdam und steht kurz vor dem Abschluss. Er bewirbt sich um ein Mandat im Abgeordnetenhaus. Dann sprach er viele soziale Themen des Neuköllner Bezirks an, wie die Sekundarschulen, dass viele Jugendliche die Schulen ohne Abschluss verlassen, die Jugendkriminalität, die schnelle Verurteilung jugendlicher Straftäter (siehe Modeell Heisig). Aber auch die Sicherheit der Bürger in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Herr Langenbrinck kommt noch einmal auf den ausgelegten Flyer zurück und betont, das man ihn einladen kann und dass er dann den Kuchen mitbringt.
Nach diesm kurzen Abriss stellt er sich der Diskussion.

Eine Frage vom Vorsitzenden an Frau Hertel lautete:
Wer wird denn nun Polizeipräsident?
Frau Hertel antwortete, dass sich mehrere Kandidaten beworben hatten, davon zwei in die engere Wahl gekommen sind und kurzfristig bekannt gegeben werden wird, wer nun Polizeipräsident wird.
Diese Entscheidung wird aber vom Senat getroffen und nicht vom Abgeordnetenhaus.
Aber auch andere Probleme wurden von Mitgliedern angesprochen, so: die brutale Tat eines 18-jährigen, der vom Untersuchungsrichter nicht in Untersuchungshaft geschickt wurde und nach Hause gehen konnte, da wäre doch der Senat schuld.
Frau Hertel erwiderte darauf, dass es in keinem Fall eine Sache des Senates wäre, sondern ausschließlich der Justiz. In die Urteilskraft der Justiz hat sich niemand einzumischen, auch nicht der Senat und nicht die Politik. In diesem Fall wurde keine Verdunkelungsfgefahr angenommen und weil er auch keine Vorstrafen hatte.
In einer weiteren Frage des Vorsitzenden an Herrn Langenbrinck ging es um die Verschuldung des Landes und Herr Langenbrinck, wo liegen Ihre Schwerpunkte, wenn Sie gewählt werden:
Auf die Verschuldung des Landes antwortet Herr Langenbrinck, dass das Grundgesetz geändert wurde und eine Schuldenbremse auferlegt wurde, so dass die Landesverschuldungen stetig abgebaut werden müssen und keine weiteren Schulden aufgenommen werden dürfen.
Die Schwerpunkte seiner Politik, wenn er denn gewählt würde, liegen in der Wirtschafts- und Integrationspolitik. Zu dem vorher angesprochenen Justizfall sagte er, dass er in diesem Fall die Entscheidung des Richters nicht nachvollziehen kann. Seiner Ansicht nach wurde hier mit zweierlei Maß gemessen.
Dann eine Frage zum Bau einer Bibliothek für ca. 270 Millionen Euro, die Herr Wowereit unbedingt auf dem ehemaligen Tempelhofer Flugfeld bauen will, wo es in Berlin doch genügend Bibliotheken gibt, Herr Langenbrinck antwortet darauf, dass er sich innerhalb der Jugendorganisation der SPD gegen einen Neubau ausgepsorchen hat, denn dieses Geld könnte an anderer Stelle sinnvoller eingestzt werden. Man muss aber bedenken, dass es dann eine zentrale Bibliothek geben würde. Die Diskussion lief munter weiter und Herr Langenbrinck gab geduldig Antworten.
(…)
Der Vorsitzende bedankt sich bei unserern Rednergästen, zuerst bei der Abgeordneten Frau Hertel und überreicht ihr drei Rosen in den Farben unseres Vereinswappens.
Dann bedankt er sich bei Herrn Langenbrinck für die geduldigen Ausführungen und Beantwortungen und bemerkte dann noch, dass er im Terminkalender wegen einer Einladung nachschauen wird, da er auf den Kuchen gespannt ist, den Herr Langenbrinck dann mitbringen wird.
Er wünscht den beiden Kandidaten alles Gute und viel Glück bei den Wahlen.

(Anmerkung: Zustimmung fand bei den meisten Mitgliedern die ungekünstelte Art in der insbesondere Herr Langenbrinck die Vielzahl der gestellten Fragen beantwortete und man konnte ihm wohl abnehmen, dass er was er sagte auch so meinte.)

Quelle