Artikel in der Studierendenzeitung der HU Berlin

Jungwild auf Stimmenfang

Joschka Langenbrinck studiert Politik an der Universität Potsdam und kandidiert für die SPD im Wahlkreis Britz/Köllnische Heide. Bereits 2002 trat Langenbrinck den Sozialdemokraten bei. Der Student engagierte sich in seinem Heimatort Willich bei Düsseldorf, weil er das Gefühl hatte, dass es keine Angebote für Jugendliche gab. Für ihn ließen sich Studium und politische Praxis nicht immer leicht verbinden. Zu Beginn seines Studiums zog der 26-Jährige 2006 nach Berlin. „In das Studium habe ich mich die ersten zwei Semester voll reingekniet. Ich habe immer den ganzen Reader gelesen. Erst als ich gemerkt habe, dass ich der einzige war, habe ich damit aufgehört“, sagt Langenbrinck. „Nachdem ich in den ersten zwei Semestern viele Scheine gesammelt hatte, habe ich mir gesagt: Jetzt kannst du dich wieder mehr um dein politisches Engagement kümmern.“ In Berlin arbeitete er in der Folge als Mitarbeiter für Mitglieder des Abgeordnetenhauses und des Bundestages. Dort schreibt er inzwisches an seiner Diplomarbeit. Zuvor litt sein Studium jedoch unter seiner politischen Arbeit. Langenbrinck fehlte die Zeit und ein Stück weit auch die Lust. Die Frage, ob er zu jung für seine Arbeit sei, kann Langenbrinck nicht verstehen: „Ich habe mehr Erfahrung durch meine Arbeit im Abgeordnetenhaus, als einige andere, die neu in das Parlament einziehen. Das Alter spielt da nicht die entscheidende Rolle.“ Berlin glaubt er nach sechs Jahren gut zu kennen, ebenso seinen Wahlkreis in Neukölln. Schließlich wohne er auch dort. Im Gegensatz zu vielen anderen Kandidaten. Was Langenbrinck nach dem Studium machen möchte, weiß er noch nicht. Viel wird vom Wahlausgang abhängen. Langenbrinck muss seinen Wahlkreis gewinnen, durch seinen Listenplatz wird er nicht ins Abgeordnetenhaus einziehen.

Autor: Caspar Schwietering

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