Ausstellungseröffnung denk!mal 2012 im Abgeordnetenhaus

„Weil wir sind, wie die Finger einer Hand: Jeder verschieden, jeder für sich und doch eins“ ist das Motto des Jugendforums denk!mal 2012, dessen Abschlussveranstaltung heute im Abgeordnetenhaus stattfand. Das Forum lädt Jugendliche dazu ein, ihre Projekte zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus oder gegen aktuelle Formen von Rassismus und Ausgrenzung einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Bei der heutigen Abschussveranstaltung wurden alle Projekte auf einer Bühne im Plenarsaal vorgestellt. In diesem Zusammenhang wurde im Casino des Hauses auch eine Ausstellung eröffnet, die die Ergebnisse der einzelnen Projekte noch für eine Woche der Öffentlichkeit zeigt.

Besonders freut mich, dass auch eine Gruppe Schülerinnen und Schüler aus dem Neuköllner Hannah-Arendt-Gymnasium an dem Jugendforum teilgenommen hat. Ich habe die Patenschaft für ihr Projekt übernommen: Sie befassten sich im Rahmen eines Seminarkurses mit dem Zusammenspiel von Religion, Geschichte und Politik in Israel und Palästina. Dazu besuchten sie auch Zeitzeugen vor Ort, verfassten interessante Reiseberichte und diskutierten über ihre Erlebnisse. Zum Thema Nationalsozialismus haben die Schülerinnen und Schüler jüdische Überlebende besucht und einen eindrucksvollen Bildbericht dazu erstellt.

Solche Projekte sind gerade für Jugendliche von enormer Wichtigkeit, damit die Erfahrungen der älteren Generationen nicht verloren gehen. Meine Generation wird wohl die letzte sein, die mit Zeitzeugen über Krieg und Vertreibung sprechen kann. Das macht diese Projekte so wertvoll.