Besuch bei den Neuköllner Stadtteilmüttern

Gestern habe ich die Neuköllner Stadtteilmütter bei ihrem wöchentlichen Treffen besucht. Sie leisten als Brückenbauer, Türöffner und Expertinnen im Kiez eine erfolgreiche Integrationsarbeit – auch in Nord-Britz, der High-Deck-Siedlung und in der Weißen Siedlung. Aber vor einem Monat ist die Hälfte ihrer Stellen weggefallen. Ich finde: Die Hängepartie bei der Finanzierung der Stadtteilmütter muss beendet und ihre Stellen auf dem Niveau von Anfang 2014 gehalten werden.

Meine Fraktion, der Senat und die Berliner SPD sind sich einig und ziehen an einem Strang, eine Berliner Lösung zu finden, die Stadtteilmütter über den Landeshaushalt zu bezahlen. Ich setze mich wie in den letzten Monaten auch weiter dafür ein, dass so schnell wie möglich Klarheit hergestellt wird und keine große Lücke entsteht. Jetzt ist nicht mehr die Frage ob, sondern die Frage wie.

Allein in Neukölln wurden fast 400 Frauen unter anderem arabischer, türkischer, rumänischer und polnischer Herkunft zu Stadtteilmüttern zu Themen wie Erziehung, Bildung, Gesundheit und Sprache ausgebildet. Sie unterstützen über 100 Einrichtungen wie Kitas, Quartierbüros, Schulen und Beratungsstellen im Bezirk bei ihrer Arbeit. 8000 überwiegend türkische und arabische Familien mit fast 20.000 Kindern haben sich in den letzten zehn Jahren von den Stadtteilmüttern beraten und führen lassen. Viele haben durch sie den Weg in einen Sprachkurs oder ihre Kinder den Weg in die Kita gefunden. Die Stadtteilmütter wurden für ihre erfolgreiche Integrationsarbeit inzwischen mehrfach national und international ausgezeichnet.