Besuch bei „Kubus“ in Nord-Neukölln

Heute habe ich „Kubus“ in Nord-Neukölln besucht, ein gemeinnütziges Unternehmen für soziale Arbeit, das sich für Leute engagiert, die ohne Hilfe keine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben. Nach einem Gespräch mit dem Geschäftsführer wurde ich durch die Räume geführt und informierte mich über ein Modellprojekt für ausländische Jugendliche, die kaum oder gar nicht Deutsch sprechen.

Das Projekt bietet neu zugewanderten Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren (von ihnen sind viele Roma und Flüchtlinge) eine frühe und praktische Berufsorientierung. 60 Schüler aus fünf Willkommensklassen (in denen sie in kleinen Klassen intensiv Deutsch lernen und auf den Unterricht in den Regelklassen vorbereitet werden) in Neuköllner Schulen – darunter auch die Kepler- und Otto-Hahn-Schule in meinen Wahlkreis – machen mit.

In Werkstätten probieren sie handwerkliches Arbeiten, Hauswirtschaft oder Büroarbeit aus. Tugenden wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit werden beigebracht und es gibt einen intensiven Deutschunterricht. Mit dem Ziel, den Jugendlichen unsere Sprache beizubringen, damit sie schneller von der Willkommens- in die Regelklasse wechseln können, und sie auf ihrem Weg zu einem Schulabschluss vorzubereiten, damit sie sehen können, dass sie das, was sie später in der Arbeit brauchen, in der Schule lernen.