Besuch der Adolf-Reichwein-Schule

Heute Morgen habe ich die Adolf-Reichwein-Schule in der Sonnenallee besucht. Fast alle der 177 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf kommen aus sozialen Brennpunkten und haben einen Migrationshintergrund. Sie werden hier in 13 Klassen mit jeweils höchstens 15 Schülern unterrichtet. Die Schule profitiert vom Brennpunktschulen-Programm der SPD-Fraktion, legt großen Wert auf Schulsozialarbeit und profitiert vom Schulschwänzer-Projekt „Die 2. Chance“. Das Ziel ist, so viele Schüler wie möglich an einen Schulabschluss heranzuführen. Vor kurzem beteiligte sie sich am Jugendforum „denk!mal“ im Abgeordnetenhaus.

Die Schule wird unterstützt von „Vincentino“, dem Verein der ARD-Moderatorin Sandra Maischberger, vom Neuköllner Künstler Matthias Schellenberger und ist mit Kooperationen breit aufgestellt: Mit der Rixdorfer Schmiede, den Lesepaten des VBKI, der Luna GmbH, die das Schulmittagessen macht, und mit LebensWelt, die den Schülerclub betreut. Besonders beeindruckt hat mich das außerordentliche Engagement des Kollegiums. So besucht zum Beispiel Frau Winkler, die stellvertretende Schulleiterin, regelmäßig mit ihrer Klasse Museen und andere kulturelle Einrichtungen in unserer Stadt.

Beim Gespräch mit Schulleiter Schüssler und Mitgliedern der erweiterten Schulleitung sprachen wir unter anderem über das Bonus-Programm, Praxislerngruppen, Ganztagsschulbetrieb, Inklusion an Berliner Schulen und den schwierigen Übergang zwischen Schule und Arbeitswelt. Bei einem Gang durch das Gebäude durfte ich mir einen Eindruck machen von der Schreinerei, der Nähstube, dem Computerraum und der Medienwerkstatt.