Besuch der AWO-Kita „Spatzennetz“

Heute habe ich die frisch sanierte AWO-Kita „Spatzennest“ in Plänterwald besucht. Dort werden 150 Kinder im Alter von sechs Monaten bis zum Schulstart liebevoll betreut. Der AWO-Geschäftsführer, Jens Ahrens, und die Kita-Leiterin, Birgit Iden, führten mich durch die großen und hellen Räume. Besonders spannend: Es gibt eine Kinder-Verfassung und einen Kinderrat mit Mitsprache-Rechten. Hier werden die Wünsche und Beschwerden der Kinds ernst genommen. Vorbildlich!

25 „Spatzennest“-Kinder kommen aus der benachbarten Köllnischen Heide in meinem Wahlkreis. Das zeigt einmal mehr, dass in der High-Deck- und Weißen Siedlung Kita-Plätze dringend gebraucht werden. Deshalb habe ich kürzlich im Quartiersbüro High-Deck-Siedlung zu einem Runden Tisch für mehr Kita-Plätze in der Köllnischen Heide eingeladen. Wichtiges Ziel: Es müssen noch mehr bildungsferne Familien den Weg zur Kita finden. Zum Beispiel durch die Zusendung des Kita-Gutscheins.

Denn je länger ein Kind eine Kita besucht, desto besser ist das für seine Entwicklung. Kinder, die keine Kita besucht haben, drohen schon früh in der Schule zu scheitern. Wie sollen sie in Mathe klar kommen, wenn sie nicht richtig sprechen können? Häufig können diese Kinder nicht einmal einen Stift halten. Die Mängel können von den Schulen nur schwer aufgeholt werden. Was auch dazu führt, dass in sozialen Brennpunkten mehr Schüler die Schule ohne Abschluss abbrechen, häufiger nur einen Mittleren Schulabschluss und seltener das Abitur schaffen. Wir müssen – auch in sozialen Brennpunkten – so früh wie möglich so viele Kinder wie möglich in die Kitas bekommen. Das setzt aber auch voraus, dass es vor Ort ausreichend Kita-Plätze gibt.