Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Rudow

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Gestern Abend war ich als Mitglied des Innenausschusses zu Gast beim Theorie-Übungsabend der Freiwilligen Feuerwehr Rudow. Die Kameradinnen und Kameraden leben ihr ehrenamtliches Engagement mit großer Leidenschaft und über das normale Maß hinaus. Ich habe mich gefreut, dass sie sich Zeit für mich genommen haben, um mir ihre Wache vorzustellen und mir Verbesserungsvorschläge mit auf den Weg zu geben.

Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr setzen – so wie ihre hauptberuflichen Kolleginnen und Kollegen – ihr Leben täglich aufs Spiel, um uns aus Gefahrensituationen zu retten. Ich finde auch ihre Jugendarbeit vorbildlich, um Jugendliche von der Straße zu holen. Trotzdem wird die Freiwillige Feuerwehr etwas stiefmütterlich behandelt. Auch von der Politik. Es mangelt an Anerkennung und Wertschätzung ihres Engagements.

Ein Beispiel ist der Auslagenersatz, den die Kameradinnen und Kameraden für ihr Engagement bekommen und der aus DM-Zeiten übernommen wurde: pro Stunde 2,56 Euro. Anderes Beispiel: um die Ehrenamtlichen bei der Stange zu halten, fehlt dem Wehrleiter die Möglichkeit, nicht nur mit warmen Worten Dank zu sagen. Wenn aber der Nachwuchs ausbleibt, sterben Freiwillige Feuerwehren aus, die durch Berufsfeuerwehren ersetzt werden müssten – was wesentlich teurer wäre. Weiteres Beispiel: früher hatte die Feuerwehrschule Kapazitäten, um für die vorgeschriebenen Fortbildungen zu den Wehren rauszufahren. Heute läuft das andersherum.

Ich habe zugesagt mich dafür einzusetzen, dass das Land Berlin seine Freiwilligen Feuerwehren nicht vergisst. Sicher wird nicht jeder Verbesserungsvorschlag umgesetzt oder jede Veränderung rückgängig gemacht werden können. Aber zumindest bei der mangelnden Wertschätzung des Engagements würde ich mir ein Umdenken wünschen. Versprechen kann ich nichts – aber der Versuch ist es wert.