Besuch der Hermann-Sander-Grundschule

Heute war ich zusammen mit der bildungspolitischen Sprecherin der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Stefanie Remlinger, zu Gast in der Hermann-Sander-Grundschule in meinem Wahlkreis. Meine Kollegin hatte Interesse mal in eine der Schulen reinzuschauen, von denen ich immer mit großer Leidenschaft erzähle. Die Leiterin Rita Templiner stellte die vielen Projekte in ihrer Schule vor, die in einem sozialen Brennpunkt liegt. Denn bei Grundschulen gilt „Kurze Beine, kurze Wege“ – sie sind also ein Spiegel des sozialen Umfelds.

Die Grundschule ist eine verpflichtende Ganztagsschule mit dem Schwerpunkt Sport. 94% der Kinder haben einen Migrationshintergrund und über 80% kommen aus Familien, die Hartz IV oder andere Sozialleistungen beziehen. Deswegen profitiert die Schule von unserem Brennpuktschulen-Programm und wird pro Jahr mit 100.000 Euro zusätzlich unterstützt. Damit stärkt die Schule das interkulturelle Verständnis ihrer Lehrer und Erzieher, unterstützt die Eltern stärker bei der Erziehung ihrer Kinder und fördert die Sozialkompetenz der Schüler.

Die Hermann-Sander-Schule ist ein tolles Beispiel, wie eine Brennpunktschule ihre Schülern aus schwierigen sozialen Verhältnissen nicht im Regen stehen lässt: Innerhalb von fünf Jahren hat sie die Zahl der Empfehlungen fürs Gymnasium verdoppelt. Das liegt vor allem daran, dass sie eine verpflichtende Ganztagsschule ist, die großen Wert auf Schulsozialarbeit, soziales Lernen, Sprachförderung und die Einbeziehung der Eltern legt. Alle Eltern müssen einen Vertrag zur Zusammenarbeit mit der Schule unterschreiben und bekommen einen leicht verständlichen Informations-Ordner über gesunde Ernährung, richtiges Schul-Material und Sport-Bekleidung. Es gibt klare Regeln, an die sich alle Schüler zu halten haben. Die Schulpflicht wird konsequent durchgesetzt.