Besuch der Kita „Tabea“ in der High-Deck-Siedlung

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Heute habe ich die Kita „Tabea“ des evangelischen Kirchenkreises Neukölln in der High-Deck-Siedlung in meinem Wahlkreis besucht. Dort werden 85 Kinder im Alter von sechs Monaten bis zum Start der Schule liebevoll betreut. Der Geschäftsführer der Geschäftsstelle für Kindertageseinrichtungen, Olaf Petzold, und die Leiterinnen der Kita, Dorothee Stegmeier und Birgit Günther, führten mich durch die Räume. Besonders toll fand ich den künstlerischen Schwerpunkt der Einrichtung. Schön bunt.

Ich freue mich, dass der evangelische Kirchenkreis darüber nachdenkt, in der Kita „Tabea“ mindestens 30 weitere Plätze zu schaffen. Die werden in der Köllnischen Heide – wie auch in anderen sozialen Brennpunkten – dringend gebraucht. In Neukölln und Mitte ist die Betreuungsquote geringer als in anderen Bezirken. Weil vor Ort Plätze fehlen. Und weil hier mehr bildungsferne Familien leben, die noch stärker über die Vorteile eines Kita-Besuchs aufgeklärt werden müssen – was unter anderem die Stadtteilmütter und Quartiersmanagerinnen und -manager tun. Deshalb habe ich kürzlich im Quartiersbüro High-Deck-Siedlung zu einem Runden Tisch für mehr Kita-Plätze in der Köllnischen Heide eingeladen.

Denn je länger ein Kind eine Kita besucht, desto besser ist das für seine Entwicklung. Kinder, die keine Kita besucht haben, drohen schon früh in der Schule zu scheitern. Wie sollen sie in Mathe klar kommen, wenn sie nicht richtig sprechen können? Häufig können diese Kinder nicht einmal einen Stift halten. Die Mängel können von den Schulen nur schwer aufgeholt werden. Was auch dazu führt, dass in sozialen Brennpunkten mehr Schüler die Schule ohne Abschluss abbrechen, häufiger nur einen Mittleren Schulabschluss und seltener das Abitur schaffen. Wir müssen – auch in sozialen Brennpunkten – so früh wie möglich so viele Kinder wie möglich in die Kitas bekommen. Das setzt aber auch voraus, dass es vor Ort ausreichend Kita-Plätze gibt.