Besuch der Quartiersräte aus High-Deck- und Weißer Siedlung im Abgeordnetenhaus

Die Quartiersräte aus den Quartiersmanagements High-Deck-Siedlung und Weiße Siedlung haben gestern Abend meine Einladung angenommen und mich im Abgeordnetenhaus besucht. Beide QMs werden durch das Programm “Soziale Stadt“ unterstützt und leisten wichtige Arbeit für den Kiez. Unterstützt werden sie von vielen ehrenamtlich engagierten Bewohnerinnen und Bewohnern, die sich in den Quartiersräten, im Jugendbeirat, bei den Sonnen-Familien, als Lesepaten oder in einer der Einrichtungen im Kiez einsetzten. Meine Besucherinnen und Besucher bekamen eine Führung durch das Parlament. Sie konnten leider nicht an der Plenarsitzung teilnehmen, weil wir schneller als gedacht mit unserem Programm fertig waren. Dafür konnten wir länger als geplant miteinander reden.

Nach einer kurzen Vorstellung meiner Arbeit im Abgeordnetenhaus für Britz und die Köllnische Heide diskutierten wir über die Probleme Neuköllns und vor allem der beiden Quartiere. Im Kern ging es um die Forderung, dass sozial schwache Kieze stärker unterstützt werden müssen. Das sehe ich genauso. Deshalb habe ich mich unter anderem für das Brennpunktschulen-Programm stark gemacht, von dem auch die Schule in der Köllnischen Heide, Sonnen-Schule und Kepler-Schule profitieren. Auch der massive Kita-Platz-Mangel wurde zurecht angesprochen: In der High-Deck- und Weißen Siedlung hat jedes 2. Kind keinen Kita-Platz vor Ort. Deshalb wird noch in diesem Jahr auch mit meiner Unterstützung mit dem Bau einer neuen Kita mit 120 Plätzen in der High-Deck-Siedlung begonnen. Die Kita ist die beste Einrichtung zur Förderung der sprachlichen, motorischen und sozialen Entwicklung der Kinder – deshalb haben wir die Sprachförderung in Kitas auch auf meinen Druck hin ausgebaut.

Die Quartiersräte teilten die Meinung, dass der Grundstein für den sozialen Aufstieg mit dem Kita-Besuch beginnt. Wer mit Sprachmängeln eingeschult wird, lernt schwerer Lesen und Schreiben. Weitere Themen waren Gewalt an Schulen und Schulschwänzer. Auf meine Initiative hin wird die Schulpflicht konsequent und schnell durchgesetzt. Wer schwänzt, verpasst leicht den Anschluss und droht als Schulabbrecher zu enden. Einer Meinung waren wir auch bei der Bewertung, dass Ganztagsschulen und Schulsozialarbeiter ebenso wichtig sind wie Familienzentren, um schon früh mit den Eltern zu arbeiten.

Herzlichen Dank für den sympathischen Besuch, den interessanten Austausch und das ehrenamtliche Engagement für das Quartier – das ist leider keine Selbstverständlichkeit. Freue mich auf ein Wiedersehen in der Weißen Siedlung und High-Deck-Siedlung!