Besuch der Schulstation „Atlantis“ in der Hermann-Sander-Schule

Gestern besuchte ich mit der Neuköllner Bildungsbezirksstadträtin Dr. Franziska Giffey und Anja Hertel MdA die AWO-Schulstation „Atlantis“ in der Hermann-Sander-Schule im Mariendorfer Weg. Das Informationsgesprächspartner führten wir mit der Schulleiterin Rita Schlegel, dem Geschäftsführer der AWO-SüdOst, Jens H. Ahrens, und zwei Teammitgliedern der Schulstation.

Die Schulstation „Atlantis“ wurde 2001 eingeführt und ist mit zwei Erzieherinnen und einem Sozialpädagogen ausgestattet. Dieses Pilotprojekt verlief so erfolgreich, dass in Neukölln 14 weitere Schulstationen ins Leben gerufen wurden. Diese Institution besitzt einen präventiven und integrativen Charakter, gestaltet sozialpädagogische Gruppenarbeit, interkulturelle Elternarbeit, Einzelförderung der Schüler und Konfliktintervention – an der Hermann-Sander-Grundschule mit 95%igem Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund eine sinnvolle Einrichtung.

Ein wichtiger Bestandteil ist das Elterncafé, das ein Ort des selbstständigen Austauschs unter den Eltern geworden ist und inzwischen in Eigenregie geführt wird. Niedrigschwellige Elternarbeit ist ein wichtiger Baustein.

Bei unserem Zusammentreffen stellte die Schulleiterin einen – für alle Schüler kostenlosen – „Schulweg-Ordner“ vor – einmalig in Deutschand: dieser beinhaltet einen verbindlichen Schulvertrag und niedrigschwellige Informationen zur Einschulung (z.B. Abbildungen, was in eine Schultüte gehört und welche Grundausstattung die Schüler an ihrem ersten Schultag benötigen). Außerdem wird der Ordner mit dem Erreichen jeder weiteren Klassenstufe mit weiteren Informationen ergänzt, die den Schülern und ihren Eltern verstehen helfen, wie „Schule“ funktioniert.
Alle Informationen stehen auf deutsch, türkisch und arabisch zur Verfügung, sodass die vermeintlichen Verständnisprobleme der Eltern umgangen und die Weichen für eine positive Schulkarriere ihrer Kinder gestellt werden. Eine tolle Sache.