Besuch im Berliner Grundbildungszentrum

Heute habe ich das Berliner Grundbildungszentrum (BGZ) in Neukölln besucht. Hier werden Erwachsene mit Lese- und Schreibschwierigkeiten beraten und passende Lernangebote vermittelt. Das ist auch dringend notwendig, denn in Berlin gelten ca. 300.000 Erwachsene als Analphabeten (in Neukölln 28.000). Vielen Betroffenen fällt es leider schwer, Hilfe zu suchen. Die Scham ist groß und so ignorieren sie das Problem, anstatt es anzugehen. Aber das ist ein Fehler und macht ihren Alltag zum Spießrutenlauf.

Denn lesen und schreiben zu können ist unerlässlich, um im Alltag klar zu kommen und auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Wer nicht lesen und schreiben kann, hat zum Teil erhebliche Schwierigkeiten, einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle zu finden. Hier knüpft das neue GBZ an. Der Verein „Lesen und Schreiben e.V.“ und der Arbeitskreis „Orientierungs- und Bildungshilfe e.V.“ sind seine Träger.

Um möglichst vielen Menschen helfen zu können, beteiligen sich – das macht Sinn – auch die Berliner Volkshochschulen, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und die Agentur für Arbeit an dem Projekt, das in den Jahren 2014 und 2015 mit 350.000 Euro gefördert wird. Ich hatte mich für die Unterstützung eingesetzt.