Besuch in der Behindertenwerkstatt der Vereinigung für Jugendhilfe Berlin

Mein heutiger Besuch in der Behindertenwerkstatt der Vereinigung für Jugendhilfe Berlin in der Grenzallee hat mir Einblick in einen Teil unseres Bezirks gegeben, den nur wenige zu Gesicht bekommen, weil sich nur wenige dafür interessieren. Für mich war das nichts Neues, da ich während meines Zivildienstes auch mit Behinderten gearbeitet habe. Die Werkstätten sollen Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen, indem sie sich ihr Einkommen durch eigener Hände Arbeit erwirtschaften können.

Ein sinnvolles Angebot. Ohne die Werkstätten mit ihren auf Menschen mit Behinderung abgestimmten Produktionsprozessen und der umfassenden fachlichen und pädagogischen Betreuung, würden viele von ihnen auf das gesellschaftliche Abstellgleis gestellt.

Überrascht hat mich besonders, wie professionell und technologisch anspruchsvoll die Produkte der Werkstätten mittlerweile sind. Die Zeiten, in denen Behinderte ausschließlich Kehrbesen und Holzbauklötze gefertigt haben, sind schon lange vorbei. Stattdessen werden u.a. passgenaue Drehteile auf CNC-Drehbänken gefertigt, die so auch bei jedem anderen Unternehmen stehen. DieMitarbeiter können mit Stolz sagen, dass ihre Arbeit gefragt ist. Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Unternehmen Aufträge an Behindertenwerkstätten vergeben.