Merkels Betreuungsgeld? Ist scheiße!

CDU/CSU und FDP wollen im Bund das Betreuungsgeld einführen: Familien sollen Geld dafür bekommen, wenn sie ihre Kids nicht in die Kita schicken. Was für eine Schnapsidee, Geld dafür zu zahlen, eine staatliche Leistung nicht in Anspruch zu nehmen. Durch die Prämie fürs Daheimbleiben werden Kinder noch mehr zum Einkommensfaktor und die Integrationsbemühungen torpediert. Das Betreuungsgeld ist der beste Weg, um die Bildungsferne von Eltern und die Chancenlosigkeit von Kindern zu manifestieren.


Dabei profitieren besonders Kinder aus sozial schwachen und bildungsfernen Familien von der Kita-Betreuung. Denn etliche Studien haben belegt, dass Kinder, die eine Kita besuchen, eine höhere Chance haben, einen Schulabschluss zu machen. Außerdem werden Sprachprobleme frühzeitig angegangen.

Die Fernhalteprämie kostet nach Experten-Berechnung 2 Milliarden Euro. Mit der Stange Geld könnten 200.000 Kita-Plätze geschaffen werden. 80 Prozent der Bundesbürger lehnen die Einführung ab und sprechen sich dafür aus, das Geld lieber in den Ausbau der Kitas und die frühkindliche Bildung zu investieren. Also: Für Kitas – und gegen das Betreuungsgeld von Frau Merkel. Hierzu haben wir heute Infostände an zwei Orten im Wahlkreis gemacht. Gab viel Zuspruch.