Mein Stadtteiltag: Werksführung bei Dallmayr

Am Mittag habe ich mit dem Neuköllner SPD-Vorsitzenden Fritz Felgentreu die Dallmayr-Kaffeerösterei im Gewerbegebiet Grenzallee in meinem Wahlkreis besichtigt. Für mich als leidenschaftlichen Kaffeetrinker ein Traum! Geschäftsführer Ingo Bengs erklärte uns, dass die bekannten 500-Gramm-Packungen von Dallmayr für die ganze Welt in Neukölln produziert werden. Neben Dallmayr werden auch Jacobs Krönung und Tchibo in anderen Werken in meinem Wahlkreis hergestellt. Neukölln ist die „Kaffeedrehscheibe Deutschlands“.

Herr Bengs erläuterte uns in einer sehr interessanten Führung durch Rösterei und Verpackungsanlage die Feinheiten der Kaffeeverarbeitung und die Probleme, die durch Produktpiraterie auch im Kaffeegeschäft bestehen. Mich hat vor allem gefreut, dass die Rösterei 50 Arbeitsplätze bietet, junge Leute ausbildet und die Zahl der Mitarbeiter und Azubis sogar ausgebaut werden soll. Ich bin froh, dass es in meinem Wahlkreis Industrie gibt – sie bietet Arbeit und zahlt Steuern in Berlin.

Ein großes Problem ist der Fachkräftemangel. Auch Dallmayr hat Schwierigkeiten an motivierte Azubis mit einem Schulabschluss zu kommen. Deshalb bleibt es wichtig, dafür zu sorgen, dass die Zahl der Schulabbrecher weiter sinkt. Auch deswegen ist es richtig, Schulen in sozialen Brennpunkten, in denen es die meisten Schulabbrecher gibt, stärker zu unterstützen, den verpflichtenden Ganztagsschulbetrieb auszubauen, eine Kita-Pflicht einzuführen, das praktische Lernen auszubauen und die Betriebe für Schüler zum „Reinschnuppern“ zu öffnen.