Die Köllnische Heide braucht eine mobile Polizeiwache

Ich setze mich dafür ein, dass die Köllnische Heide eine mobile Polizeiwache bekommt. Durch eine kieznahe Erhöhung der Polizeipräsenz kann die voranschreitende Gewalt-, Einbruchs- und Drogenkriminalität in der Köllnischen Heide besser bekämpft und den Bewohnern ein Sicherheitsgefühl zurückgegeben werden.

Der Kriminalitätsatlas belegt die Entwicklung in der Köllnischen Heide: Seit der erstmaligen Erfassung der Kriminalität auf Basis kleinerer Bezirksregionen im Jahr 2012 zeigt der Atlas für die Köllnische Heide bei den auf die Bevölkerung hochgerechneten und somit vergleichbaren Häufigkeitszahlen (HZ) durchweg überdurchschnittliche Werte für nahezu alle erfassten Deliktgruppen: Bei den kiezbezogenen Straftaten lagen die Häufigkeitszahlen in der Köllnischen Heide bei 4.077 und somit rund 35% über dem Berliner Durchschnitt (HZ 3.013). Das gleiche Bild findet sich auch bei den Gewaltdelikten wie Raub (30% über dem Landesdurchschnitt), Straßenraub (26% über dem Landesdurchschnitt) und Körperverletzung (32% über dem Landesdurchschnitt). Sachbeschädigungen lagen zuletzt mit einer Häufigkeitszahl von 2.653 um mehr als das Doppelte (115%) über dem Landesdurchschnitt (HZ 1.232). Auch die Vergleichswerte bei Brandstiftung (160% über dem Landesdurchschnitt), aufgebrochenen Autos (99% über dem Landesdurchschnitt) sowie Nachstellung, Nötigung, Freiheitsberaubung und Drohung (54% über dem Landesdurchschnitt) sind im Berlinvergleich deutlich überhöht.

Darüber hinaus geben erkennbare Tendenzen aus dem Vergleich der Häufigkeitszahlen der einzelnen Deliktgruppen in der Köllnischen Heide Grund zur Sorge: Seit 2014 steigen die Häufigkeitszahlen nahezu für alle Deliktgruppen wieder an. Kiezbezogene Straftaten stiegen von 2014 auf 2015 beispielsweise um 15%. Drogendelikte nehmen seit 2013 beständig zu, im Jahr 2015 sind solche Delikte im Vergleich zu 2014 um 29% angestiegen und haben mit einer Häufigkeitszahl von 356 in der Köllnischen Heide ihren bisherigen Höchstwert erreicht.

Dass die Polizei eine stärkere Präsenz vor Ort für sinnvoll erachtet, zeigt die Einrichtung des „Kiezmobils“ als rollendes Polizeirevier durch die Dienstgruppe „Köllnische Heide“ im Jahr 1999, das leider der Personalnot und dem Denken messbarer Ziele zum Opfer fiel.