Diskussion über das Brennpunktschulen-Programm bei der AG 60+ der Berliner SPD

Heute war ich zu Gast beim Seniorentreff der Seniorinnen und Senioren der Berliner SPD, um das Brennpuntschulen-Programm vorzustellen. Mit dem Programm greift die SPD-Fraktion Schulen in sozialen Brennpunkten stärker unter die Arme. Es profitieren mehr als 200 Berliner Schulen – das ist jede Dritte. Sie bekommen jeweils bis zu 100.000 Euro zusätzlich pro Jahr für Sozialarbeiter, Erzieher, Anti-Gewalt-Training oder andere Projekte.

Die härtesten Kieze brauchen die besten Schulen. Denn Schüler in sozialen Brennpunkten schaffen seltener den Mittleren Schulabschluss oder das Abitur, schwänzen dafür häufiger und brechen häufiger die Schule ohne Abschluss ab. Diesen Teufelskreislauf müssen wir durchbrechen. Gerade in Neukölln ist die Unterstützung wichtig: Die Arbeitslosen-Quote in unserem Bezirk ist die dritthöchste in Berlin. Das Armuts-Risiko ist mit 24 Prozent das Höchste. Beim Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten belegt Neukölln mit 39 Prozent den vorletzten Platz. Jedes zweite Kind unter 15 Jahren in unserem Bezirk erhält Sozialgeld (in der Köllnischen Heide erhält jedes dritte Kind Hartz IV).

Der Sozialstatus von Familien mit Schulanfängern ist in Neukölln am schlechtesten: Kinder aus sozial stabilen Elternhäusern mit eigenem Einkommen sind in den Grundschulen die Minderheit. Stattdessen sind Eltern an Grundschulen bis zu 92 Prozent von der Lernmittel-Zuzahlung befreit. Vom Brennpunktschulen-Programm der SPD profitieren in Neukölln 44 von 65 Schulen. In meinem Wahlkreis 10 von 11 Schulen. Ein guter Anfang, um Kindern in sozialen Brennpunkten bessere Startchancen zu geben.