Familienzentren stärken wichtige Elternarbeit

Berlin hat auch auf meine Initiative hin ein Programm gestartet, um Familienzentren in sozialen Brennpunkten aufzubauen. In Neukölln gibt es mit „Debora“, „Vielfalt“ und „Droryplatz“ inzwischen drei Familienzentren, zwei von ihnen in meinem Wahlkreis. In ganz Berlin wurden 31 Zentren eröffnet. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die bestehenden Familienzentren gestärkt und weitere dazu kommen können.

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen – neben der Sprachförderung der Kinder – Familien mit Babys und Kleinkindern. Ihnen die Scheu zu nehmen, sie durch Projekte wie die Eltern-Kind-Gruppen und das Familien-Cafés in die niedrigschwellige, wohnortnahe soziale Arbeit der Familienzentren mit einzubeziehen, sie also vor Ort in ihrem Kiez „abzuholen“. Die Familienzentren sollen Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder unterstützen, zum Beispiel über Info-Veranstaltungen und Beratungsangebote. Weil die Zentren immer an eine Kita angebunden sind oder mit einer Kita und dem Jugendamt eng zusammenarbeiten müssen, bündeln sie Bildung, Beratung und Betreuung an einem Ort und vernetzen die schon vorhandenen Strukturen wie Schulen, Kitas und soziale Einrichtungen. Weitere Kooperationspartner sind unter anderem Stadtteilmütter, Bildungsverbünde, Familienhebammen, Quartiersmanagements, Sport- und Musikeinrichtungen.

Ein Hauptziel ist, die Eltern davon zu überzeugen, ihre Kinder schon früh in eine Kita zu geben. Je länger ein Kind eine Kita besucht, desto besser ist das für seine Entwicklung. Weil die Familienzentren die Eltern von Anfang an begleiten, wirken sie präventiv und verhindern mögliche Kindeswohlgefährdungen.