Freiwillige Feuerwehr: Ehrenamtliche Arbeit wird stärker gewürdigt

Das Abgeordnetenhaus hat heute einstimmig auf Initiative der SPD-Fraktion und auch unter meiner Mitwirkung beschlossen, die ehrenamtliche Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren stärker zu würdigen. Berlin braucht seine Freiwillige Feuerwehr, die Kameradinnen und Kameraden leisten einen hervorragenden und oftmals auch gefährlichen ehrenamtlichen Dienst. Wir sind dankbar für ihren Einsatz vor Ort, ob bei Brandeinsätzen oder der logistischen Unterstützung für die Baumaßnahmen in der Flüchtlingsunterbringung. 

Neben der Erhöhung der Aufwandsentschädigung der 1400 Kameradinnen und Kameraden, die seit August 2014 gilt, ist uns wichtig, die Attraktivität der Freiwilligen Feuerwehr weiter zu erhöhen. Nicht nur, aber auch, weil sie leider trotz toller Jugendarbeit an Nachwuchsmangel leidet. Wir wollen unter anderem, dass die Ehrenamtskarte auch für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr gilt, eine berlinweite Neumitglieder-Kampagne vom Senat gestartet wird und bundesweit erworbene Fortbildungen und Dienstjahre anerkannt werden.

Außerdem ist der Senat beauftragt zu prüfen, ob und wie Sportgeräte in den Wehren die Fitness-Möglichkeiten der Kameradinnen und Kameraden sicherstellen und sie Sportanlagen des Landes nutzen können und wie ihre überlebenswichtige Aus- und Fortbildung verbessert werden kann. Wir unterstützen die Freiwillige Feuerwehr und Berufsfeuerwehr auch in ihrem Wunsch, dass die Berliner Feuerwehr- und Rettungsakademie (BFRA) auf das Gelände des Flughafens Tegel nach seiner Schließung umziehen kann. Darüber hinaus werden wir mit dem neuen Doppelhaushalt ein Sonderprogramm zur Sanierung von maroden Gebäuden der Freiwilligen Feuerwehren auflegen. Im Jahr 2016 investieren wir 2,4 Millionen Euro, im Jahr 2017 werden es 2,6 Millionen Euro sein.