Runder Tisch für mehr Kita-Plätze in der Köllnischen Heide

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In den beiden Quartiersmanagement-Gebieten High-Deck-Siedlung und Weiße Siedlung in meinem Wahlkreis gibt es zu wenig Kita-Plätze. In beiden Kiezen steht nicht einmal für die Hälfte aller Kinder ein Kita-Platz zur Verfügung. Insgesamt werden 500 von 1500 Kindern nicht in einer Kita betreut, egal ob direkt vor Ort oder irgendwo anders in Neukölln. Deshalb habe ich heute Vormittag im Quartiersbüro High-Deck-Siedlung zu einem Runden Tisch für mehr Kita-Plätze in der Köllnischen Heide eingeladen.

Im sozialen Brennpunkt der beiden QM-Gebiete leben knapp 1500 Kinder (inklusive „Schul-Rücksteller“) im Alter von 0 bis 7 Jahren. Im QM-Gebiet High-Deck-Siedlung gibt es bisher drei Kitas mit insgesamt 300 Plätzen, in der Weißen Siedlung lediglich eine Kita mit 130 Plätzen. Insgesamt gibt es also nur 430 Kita-Plätze. Die bestehenden Kitas haben – bis auf eine Ausnahme – keine Möglichkeiten für einen Ausbau und in beiden Siedlungen mangelt es an passenden Grundstücken für einen Kita-Neubau. Also nicht die besten Voraussetzungen, um neue Kita-Plätze zu schaffen.

Aber klar ist: je länger ein Kind eine Kita besucht, desto besser ist das für seine Entwicklung. Kinder, die keine Kita besucht haben, drohen schon früh in der Schule zu scheitern. Wie sollen sie in Mathe klar kommen, wenn sie nicht richtig sprechen können? Häufig können diese Kinder nicht einmal einen Stift halten. Das alles führt auch dazu, dass in sozialen Brennpunkten mehr Schüler die Schule ohne Abschluss abbrechen, häufiger nur einen Mittleren Schulabschluss und seltener das Abitur schaffen. Die SPD versucht zwar unter anderem mit dem neuen Brennpunktschulen-Programm gegenzusteuern. Aber eigentlich ist das zu spät. Wir müssen so früh wie möglich so viele Kinder wie möglich in die Kitas bekommen.

An der Runde heute haben führende Vertreterinnen und Vertreter der Landes- und Bezirkspolitik sowie Akteure aus der Praxis teilgenommen, die direkt oder indirekt mit dem Problem fehlender Kita-Plätze in der Köllnischen Heide zu kämpfen haben. Mir war es wichtig, sie gemeinsam an einen Tisch zu bekommen, um gemeinsam nach Lösungen für weitere Kita-Plätze zu suchen.

Das wollen wir mit breiter Unterstützung in drei Schritten versuchen:

  1. Wir werden alles unternehmen, dass eine neue Kita am Rande der High-Deck-Siedlung mit ca. 130 Plätzen gebaut werden kann. Wir brauchen diesen Kita-Neubau dringend. Ich werde mich darum bemühen, dass der Kita-Neubau auch durch den Berliner Senat unterstützt wird.
  2. Die Kita „Tabea“ des evangelischen Kirchenkreises hat als einzige bestehende Kita in der Köllnischen Heide die Möglichkeit, 30 weitere Plätze zu schaffen. Wir werden schauen, ob diese neuen Plätze auch mithilfe des Landesprogramms „Auf die Plätze, Kitas, los!“ auf den Weg gebracht werden können.
  3. Wir wollen eine Lösung für die Zeit finden, in der die Kita in der Hänselstraße wegen Sanierungsarbeiten geschlossen wird. Ihre Kinder müssen ja irgendwo unterkommen.

Meine Einladung zum Runden Tisch hatten angenommen:

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