Henkel kommt mit dem Online-Ordnungsamt 2.0 nicht aus dem Quark

Auch auf meine Initiative hin besteht für interessierte Bezirke die Möglichkeit, ein Online-Ordnungsamt einzuführen. So können wilde Sperrmüllhaufen, kaputte Laternen, defekte Fußgängerampeln und vieles mehr schnell und einfach gemeldet werden. Aber es geht nur schleppend voran: Acht Bezirke haben ihre Teilnahme ursprünglich zugesagt, jetzt nutzen nur Lichtenberg, Tempelhof-Schöneberg und Marzahn-Hellersdorf das Online-Portal „Maerker“.

Das ist schade, denn „Maerker“ kostet die Bezirke keinen Cent. Die Finanzierung mit jeweils 51.000 Euro für 2013 und 2014 wird vom Land übernommen. Leider kann das Land die Bezirke aufgrund ihrer Eigenständigkeit nicht zwingen, das Online-Ordnungsamt zu starten. Besonders ärgerlich: Ende 2014 sollte das Online-Ordnungsamt „Maerker“ in einem berlinweit einheitlichen IT-gestützen Anliegen- und Beschwerdemanagement aufgehen. Die Einführung dieses Online-Ordnungsamts 2.0 verschiebt sich noch einmal und mindestens auf März 2015. Der Beschluss von SPD und CDU aus Dezember 2012 ist eindeutig: Wir wollen das sinnvolle Online-Ordnungsamt so schnell wie möglich so breit wie möglich aufstellen. Es nervt, dass nichts passiert. Der zuständige CDU-Innensenator Henkel muss aus dem Quark kommen!

Presse:
Berliner Morgenpost 23.11.2014