HIV und Aids bleiben Herausforderung

In Berlin lebten Ende 2009 rund 11.200 Menschen mit einer HIV-Infektion, davon 9.900 Männer (88%) und 1.300 Frauen (12%). Rund 6.600 Menschen sind in Berlin seit Anfang der 80er Jahre an Aids erkrankt, 4.500 sind gestorben. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen steigt in Berlin wieder an. 2009 wurden rund 440 HIV-Infektionen neu diagnostiziert, davon mehr als ¾ bei homosexuellen Männern.

HIV und Aids bleiben somit eine Herausforderung, auch wenn sich die Lebenserwartung und die Lebensqualität der Betroffenen durch den medizinischen Fortschritt und bessere und individuellere Therapiemöglichkeiten deutlich verbessert haben. Diese positive Entwicklung geht jedoch einher mit einem nachlassenden Schutzverhalten vieler Frauen und Männer, egal welcher sexuellen Orientierung. Dadurch haben sich auch die Anforderungen an die Präventionsarbeit verändert. Mit neuen Konzepten zur Prävention von HIV/AIDS sowie zur Versorgung von Menschen mit HIV/AIDS will der Senat einem weiteren Anstieg der HIV-Neuinfektionen und anderer sexuell übertragbarer Krankheiten wirksam begegnen.

Der Welt-AIDS-Tag gibt Anlass, den zahlreichen Initiativen, Selbsthilfegruppen und Trägern in der Präventionsarbeit und der Begleitung von AIDS-Erkrankten und ihrer Angehörigen zu danken. Ihre Arbeit ist unerlässlich und verdient unser aller Anerkennung und Solidarität.