Hospitanz in der Grundschule in der Köllnischen Heide

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Heute habe ich mal wieder die Grundschule in der Köllnischen Heide in meinem Wahlkreis besucht – und in einer 3. und 6. Klasse hospitiert. Ich wollte für meine Arbeit im Abgeordnetenhaus miterleben, wie und was die Kinder lernen und wie ihr Unterricht gestaltet wird. Ein interessanter Einblick, den ich sehr empfehlen kann.

Die Schule profitiert – wie 43 andere Neuköllner Schulen auch – vom Brennpunktschulen-Programm der SPD. Über 90% ihrer Schüler sind von der Zahlung von Lernmitteln befreit, kommen also aus Familien, die von Sozialleistungen leben. Die Quote der Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache liegt auch über 90%. Damit verbunden sind unter anderem sprachliche, motorische und soziale Mängel sowie Aufmerksamkeitsstörungen. Das sind alles gute Gründe für eine aktive Elternarbeit und für Sozialarbeit in Schulen. Die Schule wäre froh, einen zweiten Sozialarbeiter zu haben. Ich bin erst einmal froh, dass wir alle 255 Schulsozialarbeiter sichern konnten.

Anschließend hat mich Frau Busse gemeinsam mit der leitenden Erzieherin der Schule durch das vielfältige Freizeitangebot der gebundenen Ganztagsschule geführt. Die Schüler haben nachmittags die Möglichkeit zum Fußball-, Tischtennis- Puppen- oder Billiardspielen, es gibt eine Bibliothek, eine Holzwerkstatt, einen Kreativraum und vieles mehr. Außerdem gibt es ein interkulturelles Elternzentrum, wo unter anderem Sprachkurse stattfinden – aber das leider nicht von vielen Eltern genutzt wird. Schade.

Frau Busse wies mich in unserem gemeinsamen Gespräch darauf hin, dass ihr aufgrund von Schwangerschaften vier Erzieherinnen wegfallen, die – anders als bei Lehrkräften – nicht durch eine Schwangerschaftsvertretung ersetzt werden. Das stellt die Schule vor Probleme, weil ihre Schüler auf die Unterstützung der Erzieherinnen angewiesen sind. Ich werde das Thema im Abgeordnetenhaus ansprechen.