Kinder-Betteln wird zu ihrem Schutz verboten

Mein Druck hat sich gelohnt: Nach fast zwei Jahren Diskussion macht der Senat der Kinder-Bettel-Mafia einen Strich durch die Rechnung und verbietet endlich das Betteln von Kindern und in Begleitung von Kindern durch eine neue Verordnung – also eine neue Regelung. Wir müssen die hilflosen Kinder davor schützen, von der Bettel-Mafia ohne Skrupel ausgenutzt zu werden, sie gehören in die Kita und Schule, nicht auf die Straße. Das ist eine Gefährdung ihres Kindeswohls. Und sie haben ein Recht darauf, eine Chance für ein besseres Leben zu bekommen.

Es gehört inzwischen zum Straßenbild, egal ob auf dem Alex, auf dem KuDamm, in Neukölln, anderen Bezirken oder U- und S-Bahnen: Kinder, die mit und ohne Musik und Frauen, die mit ruhig gestellten Kindern auf dem Arm betteln. Der Zweck ist klar: Sie erregen mehr Mitleid. Aber von dem Geld sehen sie nichts – das wird von Hintermännern kassiert. Die neue Verordnung, die noch durch den Rat der Bürgermeister muss, verbietet zukünftig das Betteln von und in Begleitung mit unter 14-Jährigen in Berlin. Dadurch soll die Schulpflicht gesichert und die Kinder vor Ausbeutung geschützt werden.

Ja – das Kinderbettel-Verbot löst nicht die Armut der Kinder oder Frauen. Aber es ist die Aufgabe des Staates, die Kinder vor Ausbeutung zu schützen. Der Missbrauch eines Kindes zum Betteln verletzt die Fürsorge- und Erziehungspflicht. Da können und dürfen wir nicht tatenlos zuschauen. Gegen Erwachsene, die mit Kindern betteln, kann zukünftig ein Bußgeld erhoben werden. Allein bettelnde Kinder können weiterhin von der Polizei oder den Ordnungsämtern dem Kinderschutz-Notdienst oder den Jugendämtern übergeben werden, wo über weitere Schutz-Maßnahmen entschieden wird. Wer soll das Verbot kontrollieren? Polizei und Ordnungsämter der Bezirke. Die
Ordnungsämter bekommen jeweils zwei zusätzliche Mitarbeiter. Nicht nur für die Kontrolle dieses Verbotes – aber auch dafür.

Presse:
Berliner Morgenpost 24.06.2015

B.Z. 20.06.2015

Berliner Morgenpost 20.12.2014

Berliner Morgenpost 22.03.2014

FOCUS Online 22.03.2014

Berliner Kurier 21.03.2014

B.Z. 04.11.2013