Kita-Brennpunktprogramm kommt

Nach dem Brennpunktschulen-Programm werden wir in Berlin auch ein Kita-Brennpunktprogramm starten: Es gibt zwar in ganz Berlin und auch in Neukölln zur Zeit ausreichend Kita-Plätze – aber nicht immer wohnortnah und nicht in sozialen Brennpunkten. Deshalb werden wir 10.000 neue Kita-Plätze in 2016 und 2017 schaffen, vor allem eben in sozialen Brennpunkten. Dafür habe ich mich die letzten zwei Jahren eingesetzt. In der High-Deck- und Weißen Siedlung hat zum Beispiel jedes 2. Kind keinen Kita-Platz – was sich hoffentlich bald ändern wird.

Profitieren werden von diesen neuen Kita-Plätzen vor allem Quartiere, in denen viele Hartz IV-Bezieher und Migranten leben und die über das Programm Soziale Stadt unterstützt werden. Außerdem sollen die Standorte der Flüchtlingsunterkünfte berücksichtigt werden. Warum das Kita-Brennpunktprogramm richtig und wichtig ist? Weil erstens – wie gesagt – in sozial schwierigen Kiezen Plätze fehlen und weil zweitens in diesen Kiezen die Betreuungsquote im berlinweiten Durchschnitt niedrig ist. Aber vor allem in diesen Quartieren müssen mehr Kinder so früh wie möglich in eine Kita gehen. Kommen sie aus sozial schwachen Familien, hilft ihnen der Kita-Besuch am meisten. Die Eltern müssen wir noch stärker davon überzeugen, ihre Kinder in einer Kita anzumelden.

Berlin gibt pro Jahr 1,3 Milliarden Euro für seine Kitas aus. Wir haben den Betreibern in den letzten fünf Jahren knapp 400 Millionen Euro mehr gegeben, unter anderem, um den Betreuungsschlüssel zwischen Erziehern und Kinder zu reduzieren. Außerdem wurde das Bildungsprogramm verbessert, zur Zeit wird das Sprachlerntagebuch überarbeitet. Wir werden weiter an der Qualität der Kitas arbeiten und die Kita-Bertreiber stärker in ihre Pflicht nehmen.