Kleine Anfrage: Bildungspolitische Unterstützung von Roma-Kindern

Immer mehr Roma-Familien aus Rumänien und Bugarien kommen mit ihren Kindern nach Berlin. Das ist ihr gutes Recht: sie sind EU-Bürger und können sich überall in EU-Mitgliedsstaaten niederlassen. Aber zur Wahrheit gehört dazu, dass das eine Armutswanderung ist. Sie kommen, um zu bleiben. Sie wollen ein besseres Leben als in ihrer alten Heimat. Aber: sie sprechen kein Deutsch und nicht wenige sind Analphabeten oder haben noch nie eine Schule von innen gesehen.

Damit wir nicht die Integrationsfehler der Vergangenheit mit den Gastarbeitern während des Wirtschaftswunders wiederholen, müssen wir schon heute die Weichen für die Integration der Roma stellen. Das geht nur über Bildung, Bildung, Bildung. Mit meiner Kleinen Anfrage zur bildungspolitischen Unterstützung der Roma-Kinder möchte ich stärker auf das Thema aufmerksam machen und den aktuellen Stand der Dinge erfahren.

Ich frage den Senat, wie viele Rumänen und Bulgaren in den letzten Jahren in den Berliner Bezirken gemeldet waren, zu welchen Ergebnissen die Lenkungsgruppe Roma gekommen ist, welche Maßnahmen daraus abgeleitet werden, wie viele Roma-Kinder in den Kitas und Schulen der Bezirke gemeldet sind, wie die Einrichtungen auf noch höhere Zahlen vorbereitet sind und wie viele Sprach- und Kulturmittler, Willkommensklassen, Praxislerngruppen und Deutschkurse für Rumänen und Bulgaren angeboten werden und wie der weiter steigende Bedarf vernünftig gedeckt wird.