Kleine Anfrage: Einschulungsuntersuchungen 2012 – Wie sieht’s in den Bezirken aus?

Letzte Woche wurden die Ergebnisse der jüngsten Einschulungsuntersuchungen veröffentlicht. Heraus kam: Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen einem mindestens zweijährigen Kita-Besuch und der Entwicklung der Kinder. 75 Prozent von ihnen mit Migrationshintergrund, die zuvor mehr als zwei Jahre eine Kita besucht haben, haben gute bis sehr gute Deutschkenntnisse. Von den Nicht-Kita-Kindern mit Migrationshintergrund sind es nur 27 Prozent, die gut Deutsch sprechen.

Die Neuköllner SPD fordert deswegen schon seit vielen Jahren eine Kita-Pflicht für alle Kinder. Klar ist: wer mit Sprachmängeln eingeschult wird, hat Probleme in der Schule Schritt zu halten, Lesen und Schreiben zu lernen. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen: der Kita-Besuch ist der beste Weg, dem entgegenzuwirken – gerade für Kinder mit Migrationshintergrund. Allerdings gehen nur etwa 80 Prozent von ihnen länger als zwei Jahre in die Kita – bei Kindern mit deutscher Herkunft liegt der Wert in Berlin bei 94 Prozent. Hier gibt es also Handlungsbedarf.

Mich interessieren besonders die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen in den einzelnen Bezirken – ich vermute hier erhebliche Unterschiede. Deshalb habe ich eine Kleine Anfrage an den Senat gestellt. Gerade Nicht-Kita-Kinder haben teilweise starke Schwächen in der motorischen Entwicklung – also Probleme einen Stift zu halten oder mit Knete zu spielen – und schon früh gesundheitliche Probleme durch Übergewicht.