Kleine Anfrage: Entwicklung der Graffiti-Schmierereien in Berlin

Vollgesprayte Mauern, beschmierte Bahnen und Haltestellen, aber auch kunstvolle Graffitis bestimmen das Berliner Stadtbild. Ich habe mich mit einer Kleinen Anfrage nach der Entwicklung der illegalen Graffiti-Schmierereien erkundigt. Auffallend: Die Anzahl der Festnahmen des LKA 713, quasi der „Spezialeinheit Graffiti“ des LKA, sind in den letzten Jahren gesunken, ebenso die Aufklärungsquote um 3,9%. Dagegen steht ein leichter Anstieg von 223 Anzeigen gegen Sprayer auf insgesamt 11.575 im Jahr 2012. Das geht aus der kürzlich veröffentlichen Polizeikriminalstatistik hervor.

Die Beseitigung von nicht erlaubten Schmierereien an fremden Hauswänden, auf Bussen oder Haltestellen kostet die Eigentümer viel Geld, allein die BVG bezahlt jährlich mehr als 5 Millionen Euro für die Beseitigung von Schmierereien und Vandalismusschäden. Daneben gibt es aber viele legale Plätze für Graffitikunst: Graffiti und Streetart sind zu einem Markenzeichen Berlins geworden. Die Sprayer schaffen oft kunstvolle Werke und das ist gut so. Aber: am persönlichen Eigentum anderer Leute hat Farbe nichts verloren, das ist immer noch strafbar. Also lieber auf die legalen Plätze konzentrieren, liebe Sprayer.