Kleine Anfrage: Ergebnisse der Sprachtests von Kita-Kindern im Jahr 2013

Die Zahl der Kita-Kinder mit Sprachmängeln bleibt auf hohem Niveau. Das zeigt die Antwort des Senats auf meine Kleine Anfrage zu den Ergebnissen der Sprachtests von Kita-Kindern. Das Problem ist: Nicht jedes Kind, das einen Kita-Platz hat, wird regelmäßig von den Eltern in die Kita gebracht, das ist vor allem bei Kindern mit Sprachmängeln fatal. Wir müssen den Kita-Besuch verbindlicher machen, die Sprachförderung in Kitas verbessern und dabei die Betreiber stärker in die Pflicht nehmen. Außerdem brauchen wir dringend mehr Kita-Plätze in sozialen Brennpunkten.

Knapp 10% der deutschen Kinder haben Sprachmängel und Migrantenkinder mit 31% nach wie vor dreimal so häufig. Weiterhin auffällig: Es gibt immer noch zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen den Bezirken. In Neukölln brauchen 12% der deutschen Kinder Sprachförderung, in Friedrichshain nur 4%. Insgesamt hat in Neukölln jedes vierte Kita-Kind Sprachmängel, in Mitte jedes fünfte, in Treptow-Köpenick aber nur jedes zehnte. Insgesamt hat jedes sechste Kind in Berlin Probleme mit der deutschen Sprache.

Sprachmängel sind – das ist meine Erfahrung aus meinen vielen Besuchen in Kitas und Schulen – ein soziales Problem und die Ursachen häufig in den Familien zu finden. Je länger ein Kind in die Kita geht, desto geringer sind seine sprachlichen, motorischen und sozialen Probleme, was die Chance erhöht, nicht schon früh in der Schule zu scheitern. Das haben die letzten Schuleingangsuntersuchungen klar gezeigt. Deswegen brauchen wir in sozialen Brennpunkten mehr Kita-Plätze.

Presseüberblick: