Kleine Anfrage: Ergebnisse der Sprachtests von Vierjährigen

In Berlin müssen Vierjährige an einem Sprachtest teilnehmen: Kita-Kinder in der Kita, Nicht-Kita-Kinder auf eine verpflichtende Einladung hin. Die letzten Tests haben gezeigt: jedes sechste Kind hat Sprachmängel, in machen Kiezen sogar jedes zweite Kind, auch in Neukölln. Aber Kinder, die nicht richtig sprechen können (was häufig mit dem sozialen Hintergrund der Eltern zusammenhängt), haben Probleme, in der Schule Schritt zu halten, lesen und rechnen zu lernen. Deswegen hole ich mit einer Kleinen Anfrage die Ergebnisse der Sprachtests in diesem Jahr ein.

Ein Problem ist: die Hälfte der Eltern von Kindern, die keine Kita besuchen, reagieren nicht auf die Einladung zum verpflichtenden Sprachtest. Und wiederum nur die Hälfte von ihnen lässt ihre Kinder bei festgestellten Sprachmängeln an der verpflichtenden Sprachförderung teilnehmen – das hat die Antwort des Senats auf eine andere Kleine Anfrage von mir gezeigt. Deshalb werden wir auf meine Initiative hin die Eltern von Nicht-Kita-Kindern mit einem Bußgeld bestrafen, wenn sie sich dem verpflichtenden Sprachtest und der vorgeschriebenen Sprachförderung verweigern. Denn die Eltern tragen die Verantwortung für ihre Kinder, was ich in meiner Rede im Abgeordnetenhaus klar gemacht habe. Und wir werden die verpflichtende, einjährige Sprachförderung für Nicht-Kita-Kinder von 3 auf 5 Stunden täglich erhöhen.

Ich frage den Senat in meiner Kleinen Anfrage also nach den Ergebnissen der Sprachtests von Kita-Kindern und Nicht-Kita-Kindern in diesem Jahr. Ich möchte wissen, wie viele Kita-Kinder in den jeweiligen Bezirken an den Sprachtests teilgenommen haben, bei wie vielen von ihnen Förderbedarf festgestellt wurde und wie sich die Ergebnisse entwickelt haben. Außerdem frage ich, wie viele der Eltern von Nicht-Kita-Kindern sich in diesem Jahr der Sprachtest-Pflicht bzw. der Sprachförder-Pflicht widersetzt haben.