Kleine Anfrage: Kinder und Jugendliche – Weniger Komasäufer, mehr Straftaten

Auf meine Kleine Anfrage hin legte der Senat offen, dass sich auch im letzten Jahr wieder Hunderte Kinder und Jugendliche bis zur Besinnungslosigkeit betrunken haben. Viele mussten von der Polizei aufgegriffen und ins Krankenhaus gebracht werden oder begingen im Rausch eine Straftat. Der Lichtblick: Insgesamt haben sich weniger Kids in Berlin ins Koma getrunken als im letzten Jahr (2013: 931, 2012: 1264). Die schlechte Nachricht: Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die im Suff eine Straftat begangen haben, hat sich leider erhöht (2013: 57%, 2012: 53%). Mädchen greifen häufiger zur Flasche als Jungs.

Die Kinder und Jugendlichen müssen wissen, dass es gefährlich und uncool ist, mit Windel und Filmriss im Krankenhaus aufzuwachen. Sie müssen wissen, dass ihre Hemmschwelle sinkt, Fremde zu bepöbeln, abzuziehen oder auf sie einzuprügeln. Denn sich das Hirn weg zu saufen ist keine Entschuldigung dafür, Straftaten zu begehen.

Deshalb bleibt unsere Aufklärungs- und Präventionsarbeit über die Gefahren des Alkohols wichtig: Zum Beispiel mit dem Projekt „Hip Hop gegen Komasaufen“, das im Jahr 2011 in Neukölln gestartet wurde, und mit der berlinweiten Kampagne „Na klar…!“, die über riskanten Drogenkonsum aufklärt und auf den verantwortungsvollen Umgang der Jugendlichen mit Alkohol abzielt.

Presseüberblick:

  • B.Z. – Junge Mädchen greifen eher zur Flasche als Jungs
    B.Z. 03.03.2014