Kleine Anfrage: Kita-Plätze in Britz und Neukölln-Mitte

Am Mittwoch wurde der neue Kita-Bedarfsatlas vorgestellt: Insgesamt hat Berlin zwar genug Kita-Plätze, aber sie sind ungleich verteilt. Gerade in Neukölln, allen voran in der Köllnischen Heide, Neukölln-Mitte und Gropiusstadt, fehlen Kita-Plätze. Eltern müssen sich hier auf lange Wartezeiten gefasst machen. Ich habe deswegen zwei Kleine Anfragen an den Senat gestellt, um mehr über die Situation in Britz und in Neukölln-Mitte zu erfahren. An einer Verbesserung der Kita-Platz-Situation in der Köllnischen Heide bin ich bereits dran.

Ich möchte vom Senat wissen, wie viele Kinder bis zu 6 Jahren in Britz und Neukölln-Mitte leben, wie viele Kita-Plätze es dort gibt, wie viele Kinder auf den Wartelisten der Kitas vor Ort stehen und was der Senat gegen eventuell vorhandene Kapazitätsprobleme unternimmt. Hier stellt sich die Frage ob es bereits vorhandene Ausbaumöglichkeiten gibt, die genutzt werden können.

Das Problem ist, dass gerade in sozialen Brennpunkten häufig ein Mangel an Kita-Plätzen besteht. Die Eltern wünschen sich zwar einen Kita-Platz für ihr Kind, finden aber vor Ort keinen. Die soziale Mobilitätsfalle führt dazu, dass sie ihr Kind auf die viel zu lange Warteliste der Kita vor Ort setzen. Wir sind uns aber alle darin einig, dass Kinder in Brennpunkt-Kiezen die Kita besuchen sollen. Eine Lösung könnte – neben mehr Kita-Plätzen – die Einrichtung einer Kita-Platz-Börse sein. Die Börse kann helfen, Mehrfach-Anmeldungen auf Kita-Plätze zu vermeiden und zum Beispiel den lokalen Quartiersmanagern oder Familienzentren freie Plätze in ihren Bereichen zu melden.