Kleine Anfrage: Mittlerer Schulabschluss in den Bezirken

Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich die Bestehensquote der Zehntklässler beim Mittleren Schulabschluss (MSA) um 3% auf 90% verbessert. Aber: es gibt noch immer zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen den Schulformen (Gymnasien 97%, Hauptschulen 48%), zwischen den Bezirken (Neukölln 81%, Berlin 90%) und zwischen der Herkunftssprache (nichtdeutsch 82%, deutsch 93%). Das ergab die Antwort des Senats auf meine Kleine Anfrage.

Drei Beispiele wie es gelingen kann noch mehr Schüler zu einem MSA zu verhelfen und die Unterschiede zwischen den Bezirken und zwischen Kindern deutscher und nichtdeutscher Herkunft zu verringern:

Für Schüler, die drohen kein Abschluss zu schaffen, bieten Schulen ab der 9. Jahrgangsstufe das Duale Lernen an. Das praxisnahe Lernen an außerschulischen Orten und mit einer intensiven Berufsorientierung führt zu neuer Lernmotivation und höheren Abschlussquoten. Das zeigen jahrelange gute Erfahrungen mit dem Produktiven Lernen, weshalb ich mich auch weiterhin für dessen Ausbau und die bedarfsgerechte Finanzierung einsetze.

Durch die Einführung des Ganztagsbetriebs an Integrierten Sekundarschulen werden mehr Möglichkeiten zur individuellen Förderung der Schüler geschaffen. Diese Strukturreform braucht aber Zeit zu greifen.

Das Brennpunktschulen-Programm der SPD greift Schulen in schwieriger Lage mit zusätzlich bis zu 100.000 Euro unter die Arme. Gerade wir Neuköllner Sozialdemokraten haben um das Programm gekämpft: die härtesten Kieze brauchen die besten Schulen.

Presseübersicht:
Berliner Morgenpost – Gemeinschaftsschulen schneiden schlecht ab
Berliner Morgenpost 20.08.2013