Kleine Anfrage: Produktives Lernen bleibt ein Erfolg für die Schüler

In seiner Antwort auf meine Kleine Anfrage zum aktuellen Stand des „Produktiven Lernens“ bestätigt der Senat die weiterhin positive Entwicklung des Programms für Schüler, die drohen keinen Schulabschluss zu schaffen. Im letzten und aktuellen Schuljahr haben vier Berliner Schulen das Programm neu eingeführt, damit sind jetzt berlinweit 14 Integrierte Sekundarschulen und zwei Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt im Boot. Die Teilnehmerzahlen bleiben konstant, im Schuljahr 2011/2012 nahmen 526 Schüler am Programm teil, 40 davon an der Neuköllner Liebig-Schule. Mich freut besonders, dass im kommenden Schuljahr sechs Schulen das „Produktive Lernen“ erstmals anbieten wollen, darunter auch die Neuköllner Heinrich-Mann-Schule und die Otto-Hahn-Schule in meinem Wahlkreis.

Auch die Ergebnisse des Programms sprechen für sich: Seit Einführung des „Produktiven Lernens“ erreichten durchschnittlich 72,4 % aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Schulabschluss. Immerhin zwischen 36 % und 44 % (2008-2010) der teilnehmenden Abgänger nach der 10. Klasse konnten eine duale Ausbildung aufnehmen. Bedenkt man, dass diese Schüler eine negative Prognose am Ende des 8. Jahrgangs hinsichtlich eines Schulabschlusses hatten, sind diese Zahlen bemerkenswert.

Das „Produktive Lernen“ richtet sich an Schüler, die für die klassischen Unterrichtsmethoden nicht mehr zugänglich sind. In enger Kooperation mit Betrieben vor Ort wird es ihnen ermöglicht, einige Tage in der Woche direkt in der Praxis zu lernen. So werden die Schüler fachlich und sozial auf die Arbeits- und Berufswelt vorbereitet, können eigenes Interesse entwickeln und sich mit der eigenen Berufswahl auseinandersetzen. Sie sehen, dass das, was sie in der Schule lernen, im Berufsleben anwenden können. Das steigert ihre Motivation, in der Schule reinzuklotzen. Ein tolles und sinnvolles Programm, für dessen Ausbau ich mich weiterhin stark machen werde.