Kleine Anfrage: Produktives Lernen bleibt ein Erfolg

Es ist ein offenes Geheimnis: ich bin ein Fan des „Produktiven Lernens“. Das Programm richtet sich an Schüler, die drohen keinen Schulabschluss zu schaffen, weil sie zum Beispiel mit dem Frontalunterricht nicht klar kommen. In enger Zusammenarbeit mit Betrieben vor Ort wird es ihnen ermöglicht, einige Tage in der Woche direkt in der Praxis zu lernen. So sehen sie, dass sie das, was sie in der Schule lernen, im Berufsleben brauchen. Das steigert ihre Motivation, in der Schule ranzuklotzen, verhindert Schulschwänzen und erhöht ihre Chance, doch einen Schulabschluss zu machen.

Die Antwort des Senats auf meine Kleine Anfrage zeigt einmal mehr, dass das Interesse am „Produktiven Lernen“ zunimmt: Im aktuellen Schuljahr 2012/2013 nehmen 21 Schulen und 635 Schüler teil – in Neukölln die Liebig-Schule und neu seit diesem Schuljahr die Heinrich-Mann-Sekundarschule. Eine schöne Sache ist, dass die Anzahl der Schüler, die im letzten Schuljahr am „Produktiven Lernen“ teilgenommen und trotzdem keinen Schulabschluss geschafft haben, auf dem niedrigsten Stand seit dem Schuljahr 1998/1999 war.

Besonders freut mich, dass im Schuljahr 2010/2011 43,9% (10. Jahrgangsstufe) und 23,6% (9. Jahrgangsstufe) der Teilnehmer vom „Produktiven Lernen“ eine Berufsausbildung anfangen konnten – das ist eine deutliche Steigerung zum Vorjahr. Das ist eine tolle Entwicklung. Mit der 1. Gemeinschaftsschule Charlottenburg steht für das kommende Schuljahr 2013/2014 die nächste Schule in den Startlöchern. Ich werde mich auch weiterhin für eine bedarfsgerechte Ausweitung des Programms im Abgeordnetenhaus einsetzen.