Kleine Anfrage: S-Bahn nimmt Sicherheit nicht ernst

Die Antwort des Senats auf meine Kleine Anfrage zu Sicherheitsmaßnahmen in öffentlichen Verkehrsmitteln zeigt: die S-Bahn schlampt weiter bei der Sicherheit. Erst an den Fahrzeugen, jetzt bei der Sicherheit ihrer Fahrgäste. Denn seit 2009 sind die Straftaten in ihrem Wirkungsbereich gestiegen – die Sicherheitsmaßnahmen aber wurden nicht verstärkt. Es braucht mehr Sicherheitskräfte und Videoüberwachung in S-Bahnen und auf Bahnhöfen (gibt es bisher gar nicht). Und die Kontrolletis sollten ihren Dienst in offizieller Uniform verrichten, um auch für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.

So wie die BVG. Sie hat ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt: es wurde mehr Sicherheitspersonal eingestellt und die Videoüberwachung in ihren Fahrzeugen bzw. auf ihren Bahnhöfen ausgebaut. Ihre Modernisierung wird vorangetrieben. Bei der BVG sind 3x so viele Sicherheitskräfte in den Fahrzeugen und auf den Bahnhöfen unterwegs als bei der S-Bahn. Seit 2009 sind die Straftaten im Wirkungskreis der BVG gesunken. Ausnahme: Körperverletzung. Dafür wurden mehr Täter mithilfe der Videoaufzeichnungen identifiziert.

Aber: mehr Sicherheit darf nicht zu höheren Fahrpreisen führen. Ein Sicherheitsaufschlag würde von den Fahrgästen von BVG und S-Bahn nicht akzeptiert. Das hätte zur Folge, dass wieder mehr Leute auf’s Auto zurückgreifen. Das führt zu weniger Fahrgästen und Einnahmeeinbußen. So wären Mehrausgaben für bessere Sicherheit nicht zu finanzieren. Ich bleibe am Thema dran und werde das im Innenausschuss thematisieren.