Kleine Anfrage: Senat wertet Einsatz der Bildungsinitiative Teach First als Erfolg

In seiner Antwort auf Kleine Anfrage stellt der Senat fest, dass die Initiative Teach First von den Schulleitern in höchstem Maße als nützlich und hilfreich betrachtet wird und auch die Schüler den „Fellows“ der Initiative zu 90% Bestnoten geben. In Neukölln profitieren die Albrecht-Dürer-Schule im aktuellen Schuljahr, Kepler-Schule im neuen Schuljahr 2012/13 und Alfred-Nobel-Schule im aktuellen und neuen Schuljahr von der Initiative.

Fellows werden die jungen Akademiker genannt, die die Initiative in die Schulen entsendet. Sie sollen benachteiligte Schüler fördern. Dazu sind die Fellows auch im Unterricht eingesetzt und unterstützen dort die Lehrkräfte bei ihrer regulären Arbeit durch Übernahme von Teilaufgabenbereichen. Darüber hinaus machen die Fellows außerunterrichtliche Angebote zur zusätzlichen Förderung von Schülern und fördern diese individuell, was zu einer weiteren Entlastung der Lehrer beiträgt.

Der Senat stellt in seiner Antwort klar, dass die Einsatzprofile der Fellows keine originäre Tätigkeit als eigenverantwortliche Lehrkraft vorsehen und es auch keinesfalls beabsichtigt ist, hier Ausbildungsinhalte für eine Tätigkeit als Lehrkraft formal zu vermitteln. Es wird nachdrücklich darauf verwiesen, dass der Einsatz der Fellows auf zusätzliche Projekte ausgerichtet ist, die es ohne die Fellows nicht geben würde.

Trotz der Erfolge und der hohen Akzeptanz der Initiative bei allen Beteiligten entzieht die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) dem Einsatz der Fellows ihre Unterstützung. Sie nennt als Begründung u.a. die Finanzierung der Fellows aus dem Personalkostenbudget der Schulen. Um die Akzeptanz für diese Bildungsinitiative nicht nur von der individuellen Verfügbarkeit dieser Mittel bei einzelnen Schulen abhängig zu machen, wird aktuell vom Senat die zentrale Bereitstellung von Mitteln geprüft. Dies ist meiner Meinung nach ein richtiger Schritt, um die Finanzierung dauerhaft und planbar zu sichern und erfährt meine Unterstützung. Auch kann sie dazu beitragen, die Bedenken der GEW auszuräumen.