Kleine Anfrage: Teilnahme von Nicht-Kita-Kindern an Sprachtest/Sprachförderung

In Berlin besteht für Vierjährige – die keine Kita besuchen – die Pflicht, an einem Sprachtest und an einer einjährigen Sprachförderung teilzunehmen, wenn Sprachmängel festgestellt wurden. Doch nicht alle Eltern werden der Verantwortung für ihre Kinder gerecht und lassen sie daran teilnehmen. Aber das Beherrschen der deutschen Sprache ist die Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Integration. Kinder mit erheblichen Sprachmängeln drohen schon früh auf ihrem Bildungsweg abgehängt zu werden und während ihres Schulbesuches zu scheitern. Mit meiner Kleinen Anfrage möchte ich Fakten vom Senat erfahren.

Ich möchte wissen, wie sich die Ergebnisse bei den Sprachtests der Nicht-Kita-Kinder in den letzten fünf Jahren entwickelt haben, wie das konkrete Einladungs-, Erinnerungs- und Mahnverfahren abläuft und welche Behörden dabei inwiefern beteiligt sind. Außerdem frage ich, wie viele Eltern in den letzten fünf Jahren zu den einzelnen verpflichtenden Sprachtests und (nach festgestellten Sprachmängeln) zur verpflichtenden Sprachförderung eingeladen, erinnert und ermahnt wurden und wie viele der Teilnahme-Pflicht ihrer Kinder am Ende nicht nachgekommen sind.

Meines Wissens lassen trotz Ermahnung nicht alle Eltern ihre Kinder am Test und/oder an der Förderung teilnehmen. Ich möchte deswegen abschließend vom Senat erfahren, ob es Sanktionsmaßnahmen gegen Eltern gibt und worin die Gründe der Nicht-Teilnahme am Sprachtest und an der Sprachförderung liegen. Wir müssen meiner Meinung nach dafür sorgen, dass die Eltern ihrer Erziehungspflicht nachkommen und ihren Kindern andere Zukunftschancen als eine Hartz IV-Karriere nicht verbauen.