Kleine Anfrage: Vandalismus bei der BVG

Bei vielen Bus- und Bahnfahrten fällt es auf: zerkratzte Scheiben, zerrissene Sitze und beschmierte Haltestellen. In seiner Antwort auf meine Kleine Anfrage hat der Senat nun die genauen Zahlen der BVG offen gelegt: Die Gesamtzahl der Vandalismusfälle ist zwischen 2010 und 2011 leicht gestiegen, aber die Reparaturkosten durch Vandalismus erfreulicherweise gesunken.

Es ist eine leichte Verschiebung zu beobachten: So gab es in den U-Bahnen weniger, in Straßenbahnen und Bussen aber mehr Schadensfälle als im Vorjahr. Die Reparaturkosten sanken von 6,4 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 6,2 Millionen Euro im Jahr 2011. Immerhin konnten bei 2.182 angezeigten Sachbeschädigungsdelikten im Bereich der BVG knapp 800 Tatverdächtige ermittelt werden.

Jede einzelne Sachbeschädigung ist ärgerlich und über 6 Millionen Euro Schaden jedes Jahr durch Vandalismus sind kein Pappenstiel, das Geld könnte die BVG besser für den Ausbau ihrer Bahnhöfe mit Fahrstühlen ausgeben. Es mangelt an respektvollem Umgang mit öffentlichem Eigentum, die Täter wollen ja auch nicht, dass jemand Zuhause ihren Flatscreen-Bildschirm zerkratzt oder ihre Wii beschmiert.