Kleine Anfrage: Videoüberwachung bei BVG wirkt!

Gewaltexzesse auf U-Bahnhöfen, Belästigungen in der Tram, Prügeleien in der U-Bahn – gibt’s leider immer noch Tag für Tag. Jeder Fall ist einer zu viel. Die gute Nachricht: Die Polizei konnte im letzten Jahr deutlich mehr Straftäter mit Videoaufnahmen identifizieren. Das ergab die Antwort des Senats auf meine Kleine Anfrage. Die Ausweitung der Videoüberwachung bei der BVG und die Verlängerung der Speicherfrist von Videomaterial auf 48 Stunden wirkt.

In 1172 Fällen konnten die mutmaßlichen Täter mithilfe des Videomaterials identifiziert werden – im Jahr zuvor waren es nur 702. Das ist eine Steigerung um 67%. Jeder dritte Täter wurde dabei per Videomaterial überführt. Mittlerweile ist jeder U-Bahnhof, jede U-Bahn und ein Großteil der Busse und Trams videoüberwacht. Die Polizei fragt immer häufiger Videoaufzeichnungen bei der BVG ab, um Straftaten aufzuklären. Die Technik wird immer moderner, mit neuen Kameras und schärferen Bildern. Und durch die Verlängerung der Speicherfrist von Videomaterial auf 48 Stunden hat die Polizei verstärkt die Chance, Bildmaterial als Beweismittel und zur Täterüberführung zu sichern.

Wichtig bleibt aber, dass die BVG ausreichend Sicherheitspersonal einsetzt. Denn eine Kamera kann zwar Beweise liefern, aber nicht eingreifen. Meines Wissens plant die BVG ihr Sicherheitspersonal aufzustpcken. Zusätzlich wird sich die SPD-Fraktion dafür einsetzen, dass das „Einsatzkommando BVG“ wieder eingeführt wird.

Presseübersicht: