Kleine Anfrage: Weniger Autobrandstifter im letztem Jahr

Die Antwort des Senats auf meine Kleine Anfrage zum Einsatz gegen Autobrandstifter zeigt: im letzten Jahr wurden weit aus weniger Autos in Brand gesetzt – trotzdem steht noch immer fast jede Nacht ein Auto in Flammen. Wurden im Jahr 2011 noch 403 Fälle von versuchter oder vollendeter Brandstiftung an Autos zur Anzeige gebracht, waren es 2012 „nur“ noch 243 Fälle. Wurden 2010 und 2011 noch 1000 Autos abgefackelt oder in Mitleidenschaft gezogen, waren es 2012 „nur“ noch 390. Der Rückgang der Zahlen ist auch dem massiven Polizeieinsatz zu verdanken, der noch vom ehemaligen SPD-Innensenator Körting eingeleitet wurde.

Gut ist, dass es weniger politisch-motivierte Straftaten gibt (2010: 44, 2011: 92, 2012: 24). Schlecht ist, dass noch immer mehr Brandstifter Autos wegen Versicherungsbetrug, aus Geltungssucht oder Sozialneid abfackeln und damit zum Teil Existenzen bedrohen (2010: 177, 2011: 311, 2012: 219). Den Tätern auf die Spur zu kommen, ist leider nicht leicht. Wir dürfen aber nicht locker lassen, es geht auch um einen Abschreckungseffekt, um weitere Frust-Trittbrettfahrer wie in der Brandserie 2011 zu verhindern. Die Verurteilung eines 80-fachen Auto-Brandstifters zu sieben Jahren Freiheitsstrafe ist deswegen ein richtiges Signal.

Presse

  • BZ – In Mitte brannten die meisten Autos, in Treptow die wenigsten
    BZ 21.03.2013
  • Bild – 297 Auto-Brände im Jahr sind 297 Brände zu viel
    Bild 13.03.2013