Komasaufen: Immer weniger Kinder und Jugendliche betroffen

2016 ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren, die betrunken von der Polizei aufgegriffen wurden, weiter gesunken. 2015 waren 712 (2014: 796) Kinder und Jugendliche betroffen, 2016 „nur“ 707. Von ihnen wurden 486 verdächtigt, eine Straftat begangenen zu haben. Das ist etwas mehr als im Vorjahr (461), aber weniger als die 491 im Jahr 2014. Die meisten Fälle wurden in Mitte (100), die wenigsten in Lichtenberg (11) gemeldet und in Neukölln 24.

Unter den Kindern von 11 bis 13 Jahren wurden wieder mehr Mädchen (14) als Jungs (10) von der Polizei aufgegriffen, unter den Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren mehr Jungs (506) als Mädchen (177). Erfreulich ist, dass die Zahl der betrunkenen Kinder wieder zurückgegangen ist (2014: 52, 2015: 31, 2016: 24). Auch die Zahl der Kinder, Jugendlichen, jüngeren und älteren Erwachsenen, die im Alkoholrausch ins Krankenhaus eingeliefert wurden, ist insgesamt weiter rückläufig. Diese Zahlen klammern aber jene aus, die sich regelmäßig oder hin und wieder oder einmalig bis zur Besinnungslosigkeit betrinken und die nicht von der Polizei aufgegriffen oder ins Krankenhaus eingeliefert werden.

​Deshalb werden wir uns auf diesen Erfolgen nicht ausruhen. Jeder einzelne Fall ist einer zu viel. Wir setzen weiter auf die wichtige Prävention und Aufklärung, vor allem in Schulen. Dabei helfen Kampagnen wie „Na klar… unabhängig bleiben!“, Maßnahmen der Fachstelle für Suchtprävention in Berlin und das Projekt „HaLT“, das auf Initiative der SPD-Fraktion mehr Geld für seine Arbeit ​bekommen hat.