Kommt endlich Videoüberwachung bei der S-Bahn?

Die S-Bahn bewegt sich: Jahrelang blieb sie tatenlos, ihre Züge mit Videokameras auszurüsten. Jetzt endlich verhandelt sie mit dem Senat, einen Teil ihrer bestehenden Flotte nachträglich auszustatten. Videokameras können auch in S-Bahnen für mehr Sicherheit sorgen – und wir Berliner wollen in allen Bahnen sicher unterwegs sein.

Es geht um 500 Viertelzüge der Baureihe 481/482. Sie sind mit 16 Jahren die Jüngsten in der S-Bahn-Flotte und sollen noch bis mindestens 2030 im Einsatz sein. Hierfür muss die S-Bahn diese Züge technisch fit machen – und im Rahmen dieser Arbeiten wird nun überlegt, auch Videokameras nachträglich einzubauen. Was in Hamburg und München seit Jahren Standard ist, kommt hoffentlich auch endlich in Berlin.
 

Eine nachträgliche Ausrüstung mit Videokameras in einem Teil der S-Bahn-Flotte wäre ein erster richtiger Schritt. Das Ziel muss sein, dass auch ihre Bahnhöfe überwacht werden. Die S-Bahn kann sich hier eine Scheibe bei der BVG abschneiden: Hier sind alle U-Bahnhöfe, alle U-Bahnen und ein Großteil der Busse und Trams mit Videokameras ausgestattet. Immer häufiger wird Videomaterial von der Polizei angefordert. Weil Videoüberwachung hilft Täter zu überführen, aber keine Straftaten verhindert, muss auch die S-Bahn ihr Sicherheitspersonal aufstocken.

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