Krippen: Abschaffung der Gebühren und Verbesserung der Qualität

Gute Nachricht: Wir werden schrittweise die Qualität in den Krippen mit 60 Millionen Euro weiter verbessern und schrittweise die Gebühren für den Krippen-Besuch der Unter-Dreijährigen mit knapp 54 Millionen Euro abschaffen. Damit entlasten wir Familien finanziell.

Das sieht konkret so aus: Für 2016 stellen wir 20 Millionen Euro und für 2017 40 Millionen Euro zur Verfügung, um mehr Erzieherinnen und Erzieher für eine bessere Qualität in den Krippen (U3-Kinder) durch eine Absenkung des Betreuungsschlüssels einzustellen. In 2016 werden wir außerdem die Krippen-Gebühren für Zweijährige abschaffen (= 13 Millionen Euro), in 2017 dann die Gebühren für Einjährige (= 40,5 Millionen Euro), in 2018 für Unter-Einjährige.

Für uns geht die kostenlose Bildung von Anfang an mit der weiteren Verbesserung der Qualität in unseren Kitas zusammen. Wir wollen das eine nicht gegen das andere ausspielen. Die SPD hat schon bewiesen, dass beides Hand in Hand geht: Die Kita-Gebühren für Kinder über drei Jahren wurden bis 2011 schrittweise abgeschafft, seit dem ist der Kita-Besuch (Ü3) für alle Kinder kostenlos. Gleichzeitig wurde die Betreuungsquote und die Qualität in den Kitas verbessert: In einem Stufenplan wurde die Qualität in den Kitas ausgebaut, der Betreuungsschlüssel verbessert (seit 2011 ein Kind weniger pro Erzieherin, bei den Drei- bis Sechsjährigen 9 statt 10 Kinder pro Erzieherin) und der Leitungsschlüssel abgesenkt (eine Erzieherin kann sich zur Kita-Leiterin freistellen lassen, wenn die Kita 120 Kinder hat, vorher 163 Kinder). Das kostet pro Jahr 75 Millionen Euro. Seit 2009 haben wir also fast 500 Millionen Euro zusätzlich in die Verbesserung der Qualität in unseren Kitas investiert.

Eine kostenlose Kita und ausreichend Kita-Plätze auch für die Kleinsten hat drei Vorteile: Sie helfen der Entwicklung der Kinder, entlasten die Familien und unterstützen die Eltern – zum Beispiel darin, Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen. Für den weiteren Kita-Platz-Ausbau stellen wir in den nächsten zwei Jahren zusätzliche 70 Millionen Euro zur Verfügung.