Mehr Geld für Schulessen – Qualität soll deutlich steigen

Bisher bekamen die Caterer für eine Portion Schulessen 50 Cent für Lebensmittel. Ein Lebensmittelskandal und die berechtigte Kritik von Eltern und Schülern waren die Folge. Wir haben nach intensiven Diskussionen beschlossen, dass die Berliner Essenanbieter zukünftig pro Portion 3,25 Euro erhalten, darunter für jedes Essen 1,25 Euro für Lebensmittel – mehr als doppelt so viel wie vorher.

Hintergrund ist eine von der Bildungsverwaltung in Auftrag gegebene Vergleichsstudie. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass 3,25 Euro der Mittelwert für ein qualitativ hochwertiges Essen sind. Dadurch entstehen dem Land Berlin Mehrkosten: wir erhöhen die Landeszuschüsse um 9 auf insgesamt 20 Millionen Euro.

Der Elternbeitrag erhöht sich zudem von 23 auf 37 Euro monatlich. Es bleibt also bei der Aufteilung der Zahlung im Verhältnis 70% Eltern, 30% Land. Es wird keine soziale Staffelung der Essenpreise geben, denn 46% aller Eltern hätten den Gesamtsatz von 56 Euro allein zahlen müssen, das wäre eine Verdopplung der ursprünglichen Summe gewesen. 37 Euro pro Monat für die Ernährung der eigenen Kinder sind ein angemessener Beitrag der Eltern. Für Familien, die sich das trotzdem nicht leisten können, wird der Härtefallfonds bedarfsgerecht erhöht.

Wichtig ist, dass das zusätzliche Geld tatsächlich in die Essensqualität fließt und nicht auf dem Weg versandet. Deshalb wird eine zentrale Kontrollstelle eingerichtet, die das Schulessen stichprobenartig überprüfen wird. Zusätzlich werden „Essenausschüsse“ aus Eltern, Lehrern und Schülern die Qualität der Speisen prüfen.